• Malwida von Meysenbug (1816-1903)

    „Wenn die Frauen auch politisch emanzipirt würden, d.h. wenn sie, wie es sich gehört, gleiche politische Rechte mit dem Manne hätten, wie viel gute Folgen würde das haben!“[1]

Malwida von Meysenbug

von Cornelia Wenzel

Malwida von Meysenbug wurde berühmt als Autorin der Memoiren einer Idealistin. Ihr Leben war geprägt von den bürgerlich-demokratischen Einheits- und Unabhängigkeitsbestrebungen der Revolution von 1848. Ihr Wirken galt der Freiheit und Selbstbestimmung des Individuums; sie setzte sich vor allem ein für Bildung und ökonomische Unabhängigkeit von Frauen.

Herkunft und Elternhaus

Malwida von Meysenbug wurde am 28. Oktober 1816 als Amalie Malwida Wilhelmina Tamina Rivalier geboren, sie war Zweitjüngste von zehn Kindern. Ihr Vater, Carl Philipp Rivalier, Minister am Kurfürstlichen Hof in Kassel, wurde 1825 mit dem Namen von Meysenbug in den Adelsstand erhoben. Die Mutter Ernestine, geborene Hansel, stammte aus gutbürgerlichen Verhältnissen, war kulturell gebildet und betrieb einen Salon. Die Kinder wurden von Hauslehrer*innen unterrichtet, vor allem in Literatur und Sprachen. Malwida lernte früh Französisch, Italienisch, Englisch, Latein und Griechisch, hier liegen die Grundlagen für ihre spätere kosmopolitische Ausrichtung und ihre Tätigkeit als Übersetzerin.
Doch die unbeschwerte Kindheit endete 1830 abrupt, als die französische Juli-Revolution Wellen bis nach Kassel schlug. Kurfürst Wilhelms II. restriktive Politik hatte zu massiver Verarmung in der Bevölkerung geführt und in weiten Kreisen Unzufriedenheit hervorgerufen. Der Ärger entlud sich im ‚Kasseler Bäckersturm‘, mit einer neuen Verfassung konnte die Situation beruhigt werden, doch rief der Kurfürst nun auch noch mit der Bevorzugung seiner im Volk unbeliebten Mätresse Emilie von Reichenbach Proteste hervor. In seinem Gefolge musste auch Carl Philipp von Meysenbug, sein engster Vertrauter und „eine der meistgehassten Personen im Ministerium“[2] mit seiner Familie fliehen, zunächst nach Frankfurt. Nach dem Tod des Vaters im Jahr 1832 ließ Ernestine von Meysenbug sich mit ihren beiden jüngsten Töchtern in Detmold nieder. Hier bekam Malwida Zugang zu Kreisen des Vormärz und entwickelte die demokratische Gesinnung, die ihr weiteres Leben prägte.

Die Demokratin

Im Haushalt des Pfarrers Althaus wurden Malwida und ihre Schwester Laura auf die Konfirmation vorbereitet, hier lernte sie den Sohn des Hauses, Theodor Althaus , kennen. Der Theologiestudent setzte sich mit dem rheinischen Liberalismus und dem französischen Frühsozialismus als Gegensätze zum orthodoxen Christentum auseinander. Mit ihm verband Malwida bald eine geistige Gemeinschaft, in der sie philosophische, religiöse und gesellschaftspolitische Fragen diskutieren konnte, die sie schon länger beschäftigt hatten. Fast schien es, als ob Liebe und Ehe daraus entstehen könnten. Dazu kam es nicht, aber Malwida war nachhaltig demokratisch infiziert. Als vom 31. März bis zum 4. April 1848 in Frankfurt das Vorparlament
zur Vorbereitung der Nationalversammlung tagte, gelang es ihr, diese Versammlung, zu der keine Frauen zugelassen waren, hinter einem Vorhang versteckt zu beobachten. Eine Bekannte hatte ein Mitglied der Nationalgarde dazu überredet „uns zwei […] in die Paulskirche zu bringen, wo wir alles sehen und hören würden, ohne bemerkt zu werden.“ Sie sitzen auf der mit schwarz-rot-goldenen Fahnen verhüllten Kanzel und spähen durch die Ritzen zwischen den Tüchern. „Mehrere Frauen von Deputierten kamen ebenfalls in unser Versteck; sie hatten die Freundlichkeit, uns alle die bedeutendsten Männer zu zeigen […] ich sah meine Träume Wahrheit werden, eine reiche, freie lebensvolle Zukunft sich für Deutschland öffnen“.[3]
Der Begriff Idealismus, unter den Malwida von Meysenbug und ihr Umfeld ihre demokratischen Überzeugungen fassten, stand damals für den Wandel der absolutistischen Monarchie in eine demokratische Staatsform, für die Abkehr von Kleinstaaterei und gesellschaftspolitischer Engstirnigkeit und den Einsatz für eine gemeinsame deutsche Nation, die von Pazifismus, Internationalität, Emanzipationsideen, Erziehungsidealen und Freiheitsansprüchen geprägt sein sollte.[4] Malwida hatte dabei zunächst auch praktische soziale Arbeit im Sinn, „die Teilnahme durch den Gedanken und die Tat am Fortschritt der Menschheit“.[5] So gründete sie als junges Mädchen mit Freundinnen zusammen den Verein der Arbeit für Arme[6], in dem Kleidung für arme Familien genäht wurde. Später in London ging sie in Armenviertel, „um die sozialen Verhältnisse […] näher in Augenschein zu nehmen“, ohne jedoch praktisch tätig zu werden.[7] Spätestens 1860 erfolgte die „Abwendung von politischen Kreisen, die Hinwendung zur Kunst“[8], sie baute nun auf die „humanisierende Wirkung der Kunst“.[9]

In den Detmolder Jahren führte ihre Suche nach einem unabhängigen Lebensweg zunehmend zu Konflikten mit der Mutter, die sie gern als Stiftsfräulein gesehen hätte. „Zum ersten Mal sagte ich es mir ganz klar, dass man sich von der Autorität der Familie befreien muss, so schmerzlich es auch sein mag, sobald sie zum Tod der Individualität führt und die Freiheit des Gedankens und Gewissens einer bestimmten Form der Überzeugung unterwerfen will. Freiheit der individuellen Überzeugungen und ein Leben diesen gemäß ist das erste der Rechte und die erste der Pflichten eines Menschen.“[10] Der Besuch der Hochschule für das weibliche Geschlecht, 1850 in Hamburg eröffnet, wurde zum Kompromiss zwischen den Freiheitsbestrebungen der Tochter und dem Sicherheitsdenken der Mutter.

Die Hamburger Hochschule für das weibliche Geschlecht

Die Hamburger Frauenhochschule hatte ihre Wurzeln in einer „Trias aus Frauenemanzipation, religiöser Reform und demokratisch-oppositioneller Bewegung“.[11] Sie war ein früher privater Versuch, Frauenbildung über die Höhere Töchterschule hinaus zu realisieren, eine Art Vorläufermodell der späteren Lehrerinnenseminare beziehungsweise Sozialen Frauenschulen. Unterrichtsfächer waren „Deutsch, Englisch, Französisch, Geschichte und Geographie, Zeichnen, Botanik, Raumlehre, Physik und nicht zuletzt Erziehungslehre“[12]; für die praktische Ausbildung war der Schule ein Fröbelscher Kindergarten angeschlossen. Bei den ‚Pensionärinnen‘ genannten Schülerinnen handelte es sich um erwachsene Frauen, Malwida von Meysenbug war 32 Jahre alt, als sie im Mai 1850 dort ihre Ausbildung begann.
„Organisatorisch gliederte sich die Hochschule in verschiedene Abteilungen. Es gab neben dem praktischen Tun allgemeinbildende Veranstaltungen, wie z.B. Vorlesungen in Philosophie, Naturwissenschaften, neueren Sprachen, Geschichte, Geographie und Kunst; hier sollte die ungleiche Vorbildung der Schülerinnen ausgeglichen werden. Anthropologie und Psychologie nahmen einen wichtigen Platz im Lehrplan ein, aber auch Schillersche Gedichte stan-den auf dem Plan. Die Veranstaltungen wurden von namhaften einheimi-schen und auswärtigen Wissenschaftlern und Künstlern abgehalten, die ein-heimischen Lehrer waren meist Professoren des Akademischen Gymnasiums. […] Der Semesterbetrieb fand jeweils statt von Januar bis April und von April bis Oktober. Die Schülerinnen konnten eine Bescheinigung über die Teil-nahme als Zertifikat erhalten. Die Hochschule startete mit großer Begeisterung auf Seiten der Schülerinnen und der Organisatorinnen für dieses erste und revolutionäre Projekt der Mädchen- und Frauenbildung.“[13] Doch war ihr in den reaktionären Zeiten nach der 1848er-Revolution kein langes Leben beschie-den. Bereits im April 1852 wurde sie von den Behörden aufgelöst, ihre Akti-vist*innen hatten politische Verfolgung zu gewärtigen.
Malwida von Meysenbug flüchtete nach England. Doch die Lern- und Le-bensgemeinschaft der Schule hatte sie nachhaltig beeindruckt. Die Suche nach geistigen Gemeinschaften begleitete sie ihr Leben lang, viele Jahre spä-ter entwickelte sie gemeinsam mit den Philosophen Friedrich Nietzsche und Paul Ree die Idee eines „Klosters für freie Geister“[14], die sich jedoch nicht realisieren ließ.
„Wir möchten hier“, schrieb sie damals einem Bekannten, „eine Gemeinschaft gleichgesinnter Menschen stiften, welche sich zu Zwecken der Erziehung verbünden, theilweise durch gegenseitige Förderung der Bildung, theils durch Ausbildung jüngerer Menschen beiderlei Geschlechts zu Erziehern. Es sollte dies eine Art modernen Klosters werden, nur anstatt die Menschen vom Leben abzuwenden, sollten sie darin fähig werden, hinzugehen und wahres Leben zu lehren und zu verbreiten.“[15]
Zunächst aber suchte sie neue Gemeinschaften in England und fand sie zu allererst in der Familie Kinkel.

Im Exil

Bereits seit 1849 hatte Malwida von Meysenbug mit der Komponistin Johanna Kinkel korrespondiert. Als sie im Londoner Exil eintraf, waren Kinkels (neben Johanna ihr Ehemann, der Theologe Gottfried Kinkel, der am badisch-pfälzischen Aufstand beteiligt gewesen war und ihre vier Kinder) erste Anlaufstelle. London war der Fluchtpunkt vieler Deutscher, dort lebten zu dieser Zeit bekannte Achtundvierziger wie Karl Marx und Carl Schurz, aber auch viele namenlose Kämpfer*innen der Revolution, vor allem aus dem Badischen. Alle mussten sich irgendwie durchschlagen. Malwida von Meysenbug gelang das mit Deutschunterricht, der in höheren Kreisen gerade en vogue war, weil Queen Viktoria den Prinzen Albert von Sachsen-Coburg-Gotha geheiratet hatte. Sie fand aber auch Unterstützung durch mehrmonatige Landaufenthalte bei vermögenden Freundinnen – Möglichkeiten, die sich durch die Kontakte ihrer gutbürgerlichen Herkunft ergaben. Doch zweifellos war ihr die ökonomische Unabhängigkeit ein existenzielles Anliegen. Das Angebot von Meta Salis-Schwabe, einer ehemaligen Mitschülerin an der Hamburger Frauenhochschule, Erzieherin ihrer Kinder zu werden, lehnte sie ab. Sie fürchtete, sich als Gouvernante zu sehr Konventionen und Gepflogenheiten unterordnen zu müssen, die sie ablehnte. Ihren Lebensunterhalt verdiente sie stattdessen mit Unterrichten, journalistischem und literarischem Schreiben.

Die Wahlfamilie

In London lernte Malwida von Meysenbug 1852 Alexander Herzen (1812-1870) kennen, einen wohlhabenden russischen Publizisten und Revolutionär. Herzen hatte sich in Russland zarenkritisch geäußert und für Reformen eingesetzt und war daraufhin für mehrere Jahre aus Moskau verbannt worden. Er blieb dennoch in Kontakt mit revolutionären Gruppen, zog aber 1847 mit seiner Familie nach Europa, weil er in Russland keine Chancen auf Veränderung sah. Nach dem Tod von Herzens Frau Natalja übernahm Malwida von Meysenbug  die Erziehung der Töchter Olga und Natalie. Sie verstand sich hier weniger als Gouvernante, sondern als Gestalterin einer Wahlfamilie, die durch gemeinsame politische Überzeugungen verbunden war. Das Experiment ging etwa drei Jahre lang gut, dann wurde es in größerer Distanz weitergeführt; man verbrachte nicht mehr den Alltag, wohl aber etwa noch lange Sommerferien miteinander. Olga blieb Malwidas Wahltochter. Die Beziehung währte ein Leben lang, auch nachdem Olga 1873 den Historiker Gabriel Monod (1844-1912) geheiratet hatte. Olga und ihre Töchter begleiteten Malwida von Meysenbug auch in ihren letzten Lebensjahren in Rom.

Die Kosmopolitin

Mit dem Ende des Lebens in der Wahlfamilie 1856 begannen Malwidas Wanderjahre. Sie lebte in London, Paris und Bayreuth, ab 1866 in Italien, zunächst in Florenz. Aus gesundheitlichen Gründen – wegen des warmen Klimas – wurde Rom  der Ort, an dem sie sich endgültig niederließ. Die heißen Sommermonate verbrachte sie, oft mit Freund*innen oder mit Olga und deren Familie, an anderen Orten.
Malwida von Meysenbug hatte eine große Begabung für Sprachen, viele hatte sie schon als junges Mädchen gelernt, einige in der Hamburger Frauenhochschule vertieft. In London lernte sie, angeregt durch Alexander Herzen, Russisch, und als sie sich für Rom  als Lebensort entschied, auch Italienisch. Sie pflegte Freundschaften, Kontakt und Austausch mit vielen Größen ihrer Zeit, dazu gehörten neben Kinkels und Herzen der italienische Freiheitskämpfer Guiseppe Mazzini, Richard und Cosima Wagner, Friedrich Nietzsche, Lou Andreas-Salomé, die Schweizer Frauenrechtlerin Meta von Salis und der Pazifist Romain Rolland.

Die Schreibende: Briefe, Bücher, Übersetzungen

„Malwida von Meysenbug begann zwischen dem 35. und 40. Lebensjahr zu schreiben, erzählende Texte mit autobiographischen Zügen sowie Buchbesprechungen […] und sie verfaßte erste Berichterstattungen zur Kultur und Politik.“[16] Im Herbst 1850 war im Mainzer Tageblatt Malwida von Meysenbugs erster Artikel erschienen,[17] in dem sie die Mütter auffordert, ihre Söhne zu Kämpfern für die Revolution zu erziehen.
Da es immer auch ums Geldverdienen ging, nutzte sie ihre Sprachkenntnisse für Übersetzungen: aus dem Russischen ins Englische und Deutsche, aus dem Französischen ins Englische, aus dem Italienischen ins Deutsche.[18]
So überrascht es kaum, dass sie das Werk, mit dem sie berühmt werden sollte, die Mémoires d’une idealiste (entre deux révolutions, 1830-1848) zuerst 1867 in Genf auf Französisch veröffentlichte. Erst neun Jahre später, 1876, erschien es in deutscher Sprache, um zwei Bände mit der Autobiographie nach 1848 erweitert.
Die Memoiren einer Idealistin wurden ein Bestseller und erlebten zahlreiche Neuauflagen[19], die bisher letzte 1998[20] . Malwida von Meysenbug veröffentlichte weitere biographische Bücher, Portraits von Persönlichkeiten ihrer Zeit, aber auch Romane und immer wieder Artikel in Zeitschriften. 1901 war sie bei der allerersten Verleihung des Literaturnobelpreises als einzige Frau nominiert  worden, er ging jedoch an den Franzosen Sully Prudhomme. Als erste Frau bekam ihn 1909 Selma Lagerlöf.
Malwida von Meysenbug war zudem eine exzessive Briefeschreiberin. Im Landearchiv NRW – Abteilung Ostwestfalen-Lippe[21], wo der größte Teil ihres Nachlasses  liegt, wurden Briefregesten erstellt, die im Jahr 2000 bereits 4000 Briefe aufführten[22], inzwischen sind an verschiedenen Stellen weitere aufgetaucht. So kamen auch 27 Briefe mit der Sammlung von Herrad Bussemer ins Archiv der deutschen Frauenbewegung. Darunter sind Korrespondenzen um 1850 mit Mathilde und Pauline Hassenstein, die zur Familie des Arztes gehörten, der Theodor Althaus behandelte und einige Briefkarten aus der Zeit, als Malwida in Rom lebte.

Vorbild für nachfolgende Generationen?

Als die Frauenbewegung in Deutschland zum Ende des 19. Jahrhunderts Fahrt aufnahm, war Malwida von Meysenbug eine alte Frau. Sie war an deren Kämpfen und Forderungen nicht aktiv beteiligt, wurde aber gewürdigt als eine, die früh für demokratische Rechte, Mädchen- und Frauenbildung und ökonomische Unabhängigkeit eingetreten war. In der politischen Bewertung ist Malwida von Meysenbug bis heute umstritten, sie wird sowohl als Kämpferin und Rebellin gesehen als auch als letztlich doch unpolitische bürgerliche Tochter. Wahrgenommen wurde sie allerdings in Deutschland immer: in der bürgerlichen Frauenbewegung vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1930er-Jahre zustimmend[23], im Nationalsozialismus wurde sie als zu demokratisch abgelehnt, was sich zum Beispiel darin äußerte, dass die Schule in Kassel, die ihren Namen trug, 1940 in Heinrich-Schütz-Schule umbenannt wurde. In der DDR wurde sie als Demokratin gewürdigt [24], in der Neuen Frauenbewegung der Bundesrepublik als Vorkämpferin wiederentdeckt.[25]
In Kassel pflegt seit 1984 die Malwida-von-Meysenbug-Gesellschaft ihr Andenken.

Fußnoten

[1]
Malwida von Meysenbug: Stimmungsbilder, Berlin/Leipzig 1905, S. 97.
[2]
Revolution 1830/31, in: Kassel-Lexikon, Bd. 2, S. Kassel 2009, S. 166.
[3]
Vgl. Malwida von Meysenbug: Memoiren einer Idealistin, Band 1, Berlin/Leipzig 1905, S. 229ff.
[4]
Vgl. dazu Sabine Hering: Malwida von Meysenbug. Welch ein Leben! – Welch ein Werk?, in: Jahrbuch der Malwida von Meysenbug Gesellschaft 1994, Kassel 1994, S. 127‒131.
[5]
Malwida von Meysenbug: Memoiren einer Idealistin, Stuttgart et al. 1922, Band 1, S. 103, hier zitiert nach: Frauenemanzipation im deutschen Vormärz, hg. von Renate Möhrmann, Stuttgart 1980, S. 244.
[6]
Annegret Tegtmeier-Breit: Lebensweg und Lebenswelt Malwida von Meysenbugs, in: Die Korrespondenzen der Malwida von Meysenbug – Briefregesten, hg. vom Nordrhein-Westfälischen Staatsarchiv Detmold, Band 1, 1827‒1873, Detmold 2000, S. 21.
[7]
Ebenda, S. 55.
[8]
Ebenda, S. 66
[9]
Frauenemanzipation im deutschen Vormärz, S. 247.
Malwida von Meysenbug: Aus den Memoiren einer Idealistin, hg. u. bearb. v. Fritz Böttger, Berlin o.J., S. 197ff.
Sylvia Paletschek: Frauen und Dissens. Frauen im Deutschkatholizismus und in den freien Gemeinden 1841-1852, Göttingen 1990, S. 222 f; vgl. zur Hamburger Frauenhochschule außerdem: Regina Kirsch: Malwida von Meysenbug und die Hochschule für das weibliche Geschlecht in Hamburg, in: Malwida von Meysenbug – Den eigenen Weg gehen, hg. von :Marlis Wilde-Stockmeyer und Alfred Röver, Kassel 2019, S. 83–116.
Tegtmeier-Breit: Lebensweg, Band 1, S. 33.
Regina Kirsch: Malwida von Meysenbug und die Hochschule für das weibliche Geschlecht, S. 100.
Zit. nach: Tegtmeier-Breit: Lebensweg, Band 1, S. 11.
Brief Malwida von Meysenbugs an Wilhelm Hemsen vom 9. Januar 1877, zitiert nach: Tegtmeier-Breit: Lebensweg, Band 2, S. 12.
Ruth Stumman-Bowert: Versuch einer Neuordnung der journalistischen und essayistischen Arbeiten Malwida von Meysenbugs, in: Malwida von Meysenbug. Ein Wegweiser zu ihrem Leben und Werk, Kassel o.J. [1995], S. 33.
Malwida von Meysenbug: Ein Frauenschwur, in: Mainzer Tageblatt vom 22. September 1850.
Vgl. dazu die Aufstellung von Karl-Heinz Nickel in: Malwida von Meysenbug. Ein Wegweiser zu ihrem Leben und Werk, S. 66 f.
Ebenda S. 64f.
Malwida von Meysenbug: Memoiren einer Idealistin, Königstein/Taunus, 1998.
Die Korrespondenzen der Malwida von Meysenbug, hg. vom Nordrhein-Westfälischen Staatsarchiv Detmold, Band 1: Briefregesten 1827-1873, Band 2: Briefregesten 1874-1893, Band 3: Briefregesten 1894-1903, Detmold 2000/2001.
500 aus dem Nachlass-Teil in Detmold, 2000 aus dem Nachlass-Teil im Goethe-Schiller-Archiv in Weimar und 1500 aus anderen Archiven.
Vgl. dazu: Würdigungen Malwida von Meysenbugs aus den Jahren 1903 und 1916, in: Jahrbuch der Malwida von Meysenbug Gesellschaft 1988, Kassel o.J., S. 8‒13.
Kleine Enzyklopädie Die Frau, Leipzig 1969, S. 756.
Daniela Weiland: Geschichte der Frauenemanzipation in Deutschland und Österreich, Düsseldorf 1983, S. 172 f; Florence Hervé / Ingeborg Nödinger: Lexikon der Rebellinnen, Dortmund 1996, S. 173 f.

Lebenslauf

  • 28. Oktober 1816

    Geburt in Kassel

     

  • 1825

    Die Familie wird in den Adelsstand erhoben

  • 1830

    Nach dem „Kasseler Bäckersturm“ flüchtet im Gefolge des Kurfürsten der Minister Carl Philipp von Meysenbug mit seiner Familie aus Kassel und lässt sich in Frankfurt am Main nieder.

  • 1832

    Tod des Vaters und Umzug der Familie nach Detmold; Bekanntschaft mit Theodor Althaus

  • März 1848

    Heimliche Teilnahme am Frankfurter Vorparlament

  • Mai 1850 - April 1852

    Besuch der Hochschule für das weibliche Geschlecht in Hamburg

  • April 1852

    Theodor Althaus stirbt an Leukämie

  • Mai 1852

    Polizeiliche Verfolgung, Hausdurchsuchung, Emigration nach England

  • 1852

    Bekanntschaft mit Alexander Herzen; Übernahme der Erziehung seiner Töchter Olga und Natalie

  • 1860/61

    Längerer Aufenthalt in Paris

  • 1869

    Anonyme Publikation der Mémoires d’une idéaliste in Genf

  • 1873

    Umzug nach Bayreuth

  • 1876

    Anonyme Publikation der Memoiren einer Idealistin in Deutschland

  • ab 1862

    Immer wieder längere Aufenthalte in Italien, Ende der 1870er Jahre endgültige Übersiedelung

  • 26. April 1903

    Tod in Rom, beigesetzt auf dem protestantischen Friedhof Cimitero Acattolico

Literatur von Malwida von Meysenbug (Auswahl)

Malwida von Meysenbug: Mémoires d' une idéaliste (entre deux révolutions); 1830–1848, Genf 1869 (anonym).

Malwida von Meysenbug: Memoiren einer Idealistin, Stuttgart 1876 (anonym).Band 1, Band 2, Band 3

Malwida von Meysenbug: Der Lebensabend einer Idealistin. Nachtrag zu den "Memoiren einer Idealistin", Berlin 1898.

Malwida von Meysenbug: Individualitäten, Berlin 1901.

Malwida von Meysenbug: Stimmungsbilder, Leipzig/Köln 1879.

Malwida von Meysenbug: Himmlische und irdische Liebe, Berlin/Leipzig , 1905.

Malwida von Meysenbug: Gesammelte Werke, 5 Bände, hg. von Berta Schleicher, Stuttgart 1922.

Malwida von Meysenbug: Ausgewählte Schriften, hg. von Sabine Hering und Karl-Heinz Nickel, Königstein/Taunus 2000.
Nordrhein-Westfälisches Staatsarchiv Detmold (Hg.): Die Korrespondenzen der Malwida von Meysenbug – Briefregesten, Band 1: 1827-1873, Band 2: 1874-1893, Band 3: 1894-1903, Detmold 2000 und 2001.

Malwida von Meysenbug: Florence. Roman aus dem viktorianischen England. Hg. von Ruth Stummann-Bowert, Würzburg 2007.

Literatur über Malwida von Meysenbug

Jahrbücher der Malwida von Meysenbug Gesellschaft, Kassel 1986, 1988, 1990, 1994, 1996, 1998, 2000, 2002, 2010.

Malwida von Meysenbug. Ideal einer Frauengestalt im 19. Jahrhundert, Red. Gunther Tietz, Kassel 1983

Malwida von Meysenbug Gesellschaft (Hg.): Malwida von Meysenbug. Ein Wegweiser zu ihrem Leben und Werk, Kassel. o.J. [1995].

Martin Reuter: 1848, Malwida von Meysenbug und die europäische Demokratiegeschichte. Die Politik einer aristokratischen Demokratin im 19. Jahrhundert, Kassel 1998.

Annegret Tegtmeier-Breit: Lebensweg und Lebenswelt Malwida von Meysenbugs, in: Nordrhein-Westfälisches Staatsarchiv Detmold (Hg.): Die Korrespondenzen der Malwida von Meysenbug – Briefregesten, Band 1, S. 15-68 und Band 2, S. 9-22, Detmold 2000f.

Gunther Tietz (Hg.): Malwida von Meysenbug. Ein Portrait, Frankfurt/Main 1985.

Marlis Wilde-Stockmeyer /Alfred Röver (Hg.): Malwida von Meysenbug - Den eigenen Weg gehen, Kassel 2019. Zugriff am 04.06.2020:
www.uni-kassel.de/upress/online/OpenAccess/978-3-7376-0788-9.OpenAccess.pdf  

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