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Archiv, Bibliothek und Forschungszentrum zur Geschichte der deutschen Frauenbewegung ─ Willkommen!

Das Archiv der deutschen Frauenbewegung (AddF) sammelt, forscht und publiziert zur Geschichte von Frauen und Frauenbewegungen von 1800 bis in die 1960er Jahre. Die Verbreitung des Wissens über die Frauenbewegung und ihre Protagonistinnen in der Öffentlichkeit durch Vorträge, Lesungen, Konzerte und Ausstellungen ist uns ein großes Anliegen.


Änderungen der Benutzungsmöglichkeiten des AddF!

Seit dem 28. April 2020 ist der Lesesaal des AddF wieder - unter Einhaltung von Auflagen - von dienstags bis donnerstags in der Zeit von 11 bis 17 Uhr für Einzelnutzungen von Archiv- und Bibliotheksgut geöffnet. Um weiter der Verbreitung des SARS-CoV-2-Virus (Corona-Virus) vorzubeugen haben wir die Nutzer*innenarbeitsplätze im Lesesaal auf insgesamt drei eingeschränkt.

Bitte beachten Sie, dass das Tragen eines selbst mitgebrachten Mund-Nase-Schutzes im Lesesaal vorgeschrieben ist. Wir bitten Sie zudem, die allgemeingültigen Abstandsgebote von mindestens 1,50 Metern und die Hygieneregeln einzuhalten. Und bitte verzichten Sie auf einen Besuch, wenn Sie an einer akuten Atemwegserkrankung leiden. Gleichzeitig versichern Sie, dass Sie sich in keinem ausländischen Risikogebiet für Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus aufgehalten haben, bzw. seit der Rückkehr mindestens 14 Tage vergangen sind.

Wir empfehlen Ihnen sich, aufgrund der eingeschränkten Nutzer*innenarbeitsplätze rechtzeitig per E-Mail (info(at)addf-kassel.de) anzumelden und eine Bestätigung abzuwarten. Bitte geben Sie in Ihrer E-Mail wenn möglich auch eine Aufstellung des ausgewählten Archiv- und Bibliotheksguts an.


Vortrag, 10.11.2020, 18.30 Uhr

Florence Hervé und Mechthild Gilzmer: Mit Mut und List. Europäische Frauen im Widerstand gegen Faschismus und Krieg

Am 8. Mai 2020 jährte sich zum 75. Mal der "Tag der Befreiung" von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Der militärischen Kapitulation Deutschlands und der Befreiung durch die Alliierten war ein aktiver vielseitiger Widerstand von Menschen in ganz Europa zur Seite gestellt. In diesem Widerstand waren zahlreiche Frauen organisiert. Das Frankreich Forum Kassel und das Archiv der deutschen Frauenbewegung haben zehn Frauen aus dem deutschen und französischen Widerstand ausgewählt und in einer Ausstellung zusammengebracht. Eine Vielzahl dieser Porträts entstammen dem von Florence Hervé herausgegebenen Band "Mit Mut und List. Europäische Frauen im Widerstand gegen Faschismus und Krieg". In ihrem Vortrag präsentieren die beiden Autorinnen Florence Hervé und Mechthild Gilzmer vier Biografien der Sammlung.

Die begleitende Ausstellung "Frauen im Widerstand 1933 bis 1945" kann im Rathaus Kassel vom 9. bis 28. November 2020 besichtigt werden. Näheres erfahren Sie im Flyer.


Literatur aus Kassel für Kassel: Online-Lesungen für alle!

Nachdem das AddF das Projekt von Prof. Dr. Nicola Roßbach: Das Kleine Kasseler Literatur-Lexikon (KKLL) 2018 live im Lesesaal begrüßen konnten, freuen wir uns, dass wir erneut Teil wurden: Die Coronapandemie hat viele kulturelle Begegnungen in die virtuelle Welt verlegt, so auch das KKLL. In Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek können nun 43 Lesungen auf den Seiten der Stadt Kassel aufgerufen werden. Auch Kerstin Wolff hat eine Streitschrift für den Beruf der Lehrerin aus dem Jahr 1870 gelesen: „Die Stellung der deutschen Lehrerinnen“ von Marie Calm (1832-1887). Alle Lesungen sind per Klick abrufbar. Ein Highlight neben der schieren Fülle von 13 Stunden Lesezeit, auch Gegenwartsautor:innen lesen ihre Werke selbst, so Maria Knissel, Thorwald Proll und Friedrich Block.

 


Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

„Bewegte Zeiten. Sport macht Gesellschaft“

Bundespräsident Steinmeier ruft wieder zum Geschichtswettbewerb auf! Dieser ist der größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland und wird von der Körber-Stiftung ausgerichtet. Er will bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die eigene Geschichte wecken, Selbstständigkeit fördern und Verantwortungsbewusstsein stärken.

 

Für den aktuellen Wettbewerb haben Teilnehmer:innen noch bis zum 28. Februar 2021 Zeit, ein historisches Thema zu erforschen und einen Beitrag zum Wettbewerb einzureichen. Alle wichtigen Informationen finden Sie auf der Webseite der Körber-Stiftung: https://www.koerber-stiftung.de/geschichtswettbewerb

 

Hier finden Sie die Pressemitteilung der Körber-Stiftung.


Digitales Deutsches Frauenarchiv: 30 Jahre deutsche Einheit | 30 Jahre geteilter Feminismus

Zum 30-jährigen Jubiläum der deutschen Einheit zeigt das Digitales Deutsches Frauenarchiv - DDF mit ihrer Kampagne "30 Jahre geteilter Feminismus" die Wiedervereinigung aus dem feministischen Blickwinkel.

 

Ein Höhepunkt der Kampagne ist der Talk mit Bundesministerin Dr. Franziska Giffey, Mai-Phuong Kollath, Peggy Piesche und Jessica Bock, moderiert von Esra Karakaya. „Wie haben ostdeutsche Frauen den Systemwechsel erlebt? Und was gibt es heute feministisch zu feiern?“ - und vieles mehr wird hier ins Zentrum gerückt.

 

Ab sofort gibt es das Video unter https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/angebote/dossiers/30-jahre-geteilter-feminismus


Gesetzgebungsverfahren zum Urheberrecht

Gemeinsame Stellungnahme der Bewegungsarchive zur Urheberrechtsreform ist online!

Wir – die Archive, Dokumentationsstellen und Bibliotheken sozialer Bewegungen, kurz: Bewegungsarchive – haben uns zur Stellungnahme zur Urheberrechtsform zusammengeschlossen, die hier ab sofort online einsehbar ist.

Insgesamt bedeutet die Umsetzung der EU-Richtlinie im Urheberrechts DSM-RL (EU) 2019/790 (kurz DSM1-Richtlinie) eine deutliche Erleichterung für Archive sozialer Bewegungen, ihre Bestände zugänglich zu machen. Die bisherige Rechtslage stand insbesondere der Onlinestellung nämlich meist entgegen. Neben zahlreichen erfreulichen Ansätzen gibt es aus unserer Sicht aber auch Änderungsbedarf! Insbesondere betrifft dies die geplante Vergütungspflicht für „nicht verfügbare Werke“, die insbesondere für die Materialien sozialer Bewegungen noch einmal sehr kritisch hinterfragt werden muss. Denn diese sind im Rahmen von politischem Aktivismus entstanden und daher nicht auf eine Verwertung ausgerichtet. Und auch der Aspekt der erweiterten kollektiven Lizenzen wirft zahlreiche Fragen auf, nicht zuletzt, da Kulturinstitutionen vermehrt Opfer von betrügerischen Rechtsanmaßungen mit verbundenen Honorarforderungen sind.

Zusammenfassend fordern wir, um negative Folgen für die Bewegungsarchive zu vermeiden: „Bewegungsarchive können ihrer gesellschaftspolitischen Bedeutung nicht gerecht werden, wenn sie die doppelte Last der Kosten tragen – zur Bewahrung ihrer Materialien wie auch zu deren öffentlicher Zugänglichmachung.“


Das AddF als Erstunterzeichnerin. Gleichstellungsstiftung jetzt gründen

Das Archiv der deutschen Frauenbewegung (AddF) in Kassel unterstützt gemeinsam mit rund 85 zivilgesellschaftlichen Organisationen und 50 Privatpersonen als Erstunterzeichner*in den Aufruf des DF (Deutscher Frauenrat) und GMEI (Gender Mainstreaming Experts International) zur Gründung einer Gleichstellungsstiftung. Wir fordern von den Mitgliedern des Deutschen Bundestages, das im Koalitionsvertrag festgehaltene Vorhaben noch 2020 auf den Weg zu bringen. Hier erfahren Sie mehr!


Adresse / Öffnungszeiten

Gottschalkstraße 57
D - 34127 Kassel
Tel.: +49 (0)561-989 36 70
Fax: +49 (0)561-989 36 72
E-Mail: info@addf-kassel.de
Di.-Do. 11-17 Uhr (Bitte beachten Sie die geänderten Nutzungsmöglichkeiten, um der Verbreitung des SARS-CoV-2-Virus (Corona-Virus) vorzubeugen.)



Unser Förderverein

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Unser Netzwerk

Das AddF ist Mitglied in i.d.a., dem Dachverband der deutschsprachigen Lesben-/Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen.

 

Das AddF beteiligt sich aktiv am interaktiven Fachportal zur Geschichte der Frauenbewegungen in Deutschland des i.d.a.-Dachverbandes; gefördert vom BMFSFJ.

 

Das AddF ist Mitglied in der AG Orte der Demokratiegeschichte, einer Arbeitsgemeinschaft für die Stärkung unserer demokratischen Wurzeln.

 


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