DE/EN

Archiv, Bibliothek und Forschungszentrum zur Geschichte der deutschen Frauenbewegung ─ Willkommen!

Das Archiv der deutschen Frauenbewegung (AddF) sammelt, forscht und publiziert zur Geschichte von Frauen und Frauenbewegungen von 1800 bis in die 1960er Jahre. Die Verbreitung des Wissens über die Frauenbewegung und ihre Protagonistinnen in der Öffentlichkeit durch Vorträge, Lesungen, Konzerte und Ausstellungen ist uns ein großes Anliegen.


Änderungen der Benutzungsmöglichkeiten des AddF!

Wir freuen uns, dass wir den Lesesaal des AddF ab dem 28. April 2020 von dienstags bis donnerstags in der Zeit von 11 bis 17 Uhr - unter Einhaltung von Auflagen - wieder für Einzelnutzungen von Archiv- und Bibliotheksgut öffnen können. Um den Anforderungen der Zeit gerecht zu werden, gibt es insgesamt nur zwei Nutzer*innenplätze im Lesesaal. Die Tische sind in großzügigem Abstand voneinander aufgestellt. Damit sind Besuche nur nach Voranmeldung und nach schriftlicher Bestätigung Ihrer Anfrage möglich. Bitte schreiben Sie uns eine E-Mail (info(at)addf-kassel.de) mit mindestens einer Woche Vorlaufzeit unter Angabe Ihres Wunschtermins. Bitte geben Sie wenn möglich eine Aufstellung des ausgewählten Archiv- und Bibliotheksguts an. Sollte sich Ihre (Bibliotheksgut-)Anfrage als kostenpflichtiger Kopierauftrag erledigen lassen, präferieren wir nach Rücksprache mit Ihnen diesen Weg.

Bitte beachten Sie auch, dass das Tragen eines selbst mitgebrachten Mund-Nase-Schutzes im Lesesaal vorgeschrieben ist. Wir bitten Sie zudem, die allgemeingültigen Abstandsgebote von mindestens 1,50 Metern und die Hygieneregeln einzuhalten. Und bitte verzichten Sie auf einen Besuch, wenn Sie an einer akuten Atemwegserkrankung leiden.


Stellenausschreibung im AddF ─ verstärken Sie unser Leitungsteam!

Ab spätestens dem 1. Januar 2021 suchen wir eine*n Kolleg*in  für den Arbeitsbereich Finanzen / Personal / Organisation. Freuen Sie sich auf einen interessanten und abwechslungsreichen Arbeitsplatz in einer feministischen Einrichtung; wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihre aussagekräftige Bewerbung! Bewerbungsschluss ist der 15. August 2020.


neu: Einblicke 2018/19 ─ Almanach des Archivs der deutschen Frauenbewegung

Wir freuen uns mit dem neuen Heft der "Einblicke 2018/19", einige der Arbeiten des AddF vorzustellen und was uns in den letzten zwei Jahren bewegt hat. In der Hauptsache das fulminante 100-jährige Jubiläum des Frauenwahlrechts. Wir lassen die große Ausstellung "Damenwahl" revue passieren, aber auch viele andere Aktivitäten, denn die Kolleginnen des AddF haben auf ihren Vortragstouren durch Deutschland einige Kilometer hinter sich gebracht und fast eine Äquatorumkreisung zusammen geschafft! Lassen Sie sich überraschen und viel Freude beim Lesen. Wenn Sie Interesse an unserer Arbeit und der Zusendung einer Broschüre haben, melden Sie sich gerne unter info@addf-kassel.de oder Tel. 0561-9893670.


Clever Girls

heißt ein Podcast des rbb, in dem in 13 Folgen Berlinerinnen vorgestellt werden, die das Zeug zum Role Model haben. Die neueste Folge zu Alice Salomon entstand in Zusammenarbeit mit dem AddF. Der rbb schreibt zu dieser Folge: "Schon in ihrer Doktorarbeit forderte Alice Salomon die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen. Das war im Jahr 1906. Sie gründete die erste Soziale Frauenschule und professionalisierte die soziale Arbeit. Doch was ist aus ihrem Erbe geworden? Immer noch gibt es den gender pay gap und soziale Arbeit wird nicht genügend wertgeschätzt. Über die Ursachen spricht Julia Riedhammer mit den Feministinnen Kerstin Wolff und Sabine Toppe."

Auf rbb-online gibt es die Folge zum Nachhören!


Heute am 1. Juli vor 150 Jahren

Ellen Amman, geb. Sundström (1870-1932) - Eine mutige Frau stellt sich gegen Hitler

Weck´die Ellen Ammann in dir! - das ist das Motto einer kreativen Challenge des KDFB Bayern, um Ellen Ammann ins Gedächtnis zurückzurufen. Bis zum 31. August läuft diese Aktion. Denn wer war diese Frau? Durch ihre Mutter beeinflusst konvertierte die Schwedin zum katholischen Glauben. Später zog sie mit ihrem Ehemann, dem deutschen Arzt für Orthopädie Ottmar Ammann, mit dem sie sechs Kinder hatte, nach München. Dort engagierte sie sich im Katholischen Frauenbund Deutschlands (KFD). Sie wurde zu einer Wegbereiterin der modernen Sozialarbeit, initiierte 1897 die Gründung der Katholischen Bahnhofsmission. Da sie sich besonders auf regionaler Ebene engagierte (1911 Gründerin des Bayerischen Landesverbands des Katholischen Frauenbundes Deutschlands; 1919-1932 als Abgeordnete der Bayerischen Volkspartei (BVP) Mitglied des Bayerischen Landtages. Sie ist kaum über die bayerischen Landesgrenzen hinaus bekannt. Und doch hatte ihr Wirken eine überregionale Bedeutung: Nicht nur, dass sie im Frühjahr mit anderen politisch engagierten Frauen die Ausweisung des österreicherischen Volksverhetzers Hitler – leider erfolglos – gefordert hatte, am 8. November 1923 stellte sich die Landtagsabgeordnete ganz offen gegen ihn und den von ihm in München angeführten Putschversuch. Indem sie diejenigen Regierungsmitglieder, die nicht zu den Unterstützern oder Gefangenen der Putschisten gehörten, alarmierte und damit eine demokratische Regierung handlungsfähig erhielt, gewährleistete sie die Niederschlagung des Putsches. Dieses Wagnis hätte sie später teuer zu stehen kommen können, doch Ammann verstarb bereits 1932. Demokratische Werte allerdings sind unsterblich. Schaut man sich ihre in den Landtagsprotokollen dokumentierten Redebeiträge an, stösst man jedoch auf ein Ressentiment, das auch sie nicht ablegen konnte: Mit denselben rassistischen Vorurteilen wie sie viele andere haben und hatten, plädierte sie für den Abzug schwarzer französischer Besatzungstruppen.
Literatur über sie: Gunda Holtmann: Ellen Ammann – Eine intellektuelle Biographie. Ein Beitrag zur Geschichte der Sozialen Arbeit im Kontext der katholischen Frauenbewegung und des „Katholischen Deutschen Frauenbundes“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts; 2017, ISBN 978-3-95650-270-5. Ein Interview mit der Autorin Gunda Holtmann finden Sie auf den Seiten des Landesverband Bayern des KDFB.

 


Digitales Deutsches Frauenarchiv

Neues Essay über die DEF-Vorsitzende Paula Müller Otfried online

Kurz nach ihrem 155. Geburtstag gibt es ein neues Dossier auf den Seiten des Digitalen Deutschen Frauenarchivs unserer Kollegin Frauke Geyken. Pauline, genannt Paula, Müller-Otfried kämpfte als langjährige Vorsitzende des Deutsch-Evangelischen Frauenbundes für Gleichberechtigung. Sie war Abgeordnete der Deutschnationalen Volkspartei in der Weimarer Nationalversammlung, obwohl sie lange Gegnerin des Frauenwahlrechts war. Wie es dazu kam und nähers zu Ihrer Person, erfahren Sie auf den Seiten des DDF und ausführlicher in unserem Dossier!

 


neues Dossier auf den Seiten von digitales-deutsches-frauenarchiv.de

#frauenmachengeschichte in Ost und West: 30 Jahre geteilter Feminismus!

Was trennt, was verbindet Feminismus in Ost und West, damals und heute? Das Dossier auf den Seiten des DDF begleitet 30 Jahre deutsche Einheit aus feministischer Sicht. Es schneidet Kontroversen an und zeigt ein vielschichtiges Jubiläum. Zeitzeuginnen-Interviews, Hintergrundrecherchen und Kontexte zur deutsch-deutschen Frauenbewegung erwarten Sie. Auch und umso mehr in Corona-Zeiten: viel Freude beim Lesen!


Adresse / Öffnungszeiten

Gottschalkstraße 57
D - 34127 Kassel
Tel.: +49 (0)561-989 36 70
Fax: +49 (0)561-989 36 72
E-Mail: info@addf-kassel.de
Di.-Do. 11-17 Uhr (Bitte beachten Sie die geänderten Nutzungsmöglichkeiten wg. der CORONA-PANDEMIE!)



Das AddF ist Mitglied in i.d.a., dem Dachverband der deutschsprachigen Lesben-/Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen.

Das AddF beteiligt sich aktiv am interaktiven Fachportal zur Geschichte der Frauenbewegungen in Deutschland des i.d.a.-Dachverbandes; gefördert vom BMFSFJ.