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ADDF - Kassel

Archiv, Bibliothek und Forschungszentrum zur Geschichte der deutschen Frauenbewegung ─ Willkommen!

Das Archiv der deutschen Frauenbewegung (AddF) sammelt, forscht und publiziert zur Geschichte von Frauen und Frauenbewegungen von 1800 bis in die 1960er Jahre. Die Verbreitung des Wissens über die Frauenbewegung und ihre Protagonistinnen in der Öffentlichkeit durch Vorträge, Lesungen, Konzerte und Ausstellungen ist uns ein großes Anliegen.

 


Am 13. November ist der 150. Geburtstag von

Helene Stöcker (1869 - 1943)

Die Frauenrechtlerin und Pazifistin gehörte zum radikalen Flügel der bürgerlichen Frauenbewegung. Sie gründete 1905 den Bund für Mutterschutz und Sexulareform, für den sie die Zeitschrift Mutterschutz, später Neue Generation herausgab. Sie entwickelte sich - nach eigenen Worten - "vom Mutterschutz zum Menschenschutz" und damit von der Frauenbewegung zur Friedensbewegung. Ihre Flucht vor der nationalsozialistischen Verfolgung führte sie über die Schweiz und Schweden in die Vereinigten Staaten.

Helene Stöcker hinterließ ein Manuskript ihrer Lebenserinnerungen, das sie aufgrund ihrer schweren Erkrankung und weil sie wichtige Unterlagen in Deutschland hatte zurücklassen müssen, nicht mehr fertigstellen konnte. Es wurde 2015 von Kerstin Wolff und Reinhard Lütgemaier-Davin kommentiert veröffentlicht und ist über den Buchhandel zu beziehen.


NEUES DOSSIER ONLINE!

Deutscher Staatsbürgerinnen-Verband

 

Im nachträglichen Gedenken an den 120. Geburtstag von Nora Melle (1899 - 1959) schalten wir heute das Dossier zum Deutschen Staatsbürgerinnen-Verband frei.

Die Politikerin Nora Melle war nicht nur von 1946 bis 1948 Stadtverordnete für die Deutsche Demokratische Partei (DDP) in Groß-Berlin, sondern auch maßgeblich an der Neugründung des Deutschen Staatsbürgerinnen-Verbandes im Jahr 1947 beteiligt. 1952 wurde sie dessen Vorsotzende, im selben Jahr übernahm sie den Vorsitz des Deutschen Frauenrings und des Informationsdienstes für Frauenfragen, aus dem sich später der Deutsche Frauenrat entwickelte. Aus all diesen Aktivitäten wurde sie im Alter von nur 60 Jahren durch einen plötzlichen Herztod herausgerissen.

Unser Dossier zum Deutschen Staatsbürgerinnen-Verband präsentiert die Geschichte des Verbandes und seiner Protagonistinnen seit 1928.
Zu den im AddF vorhandenen Beständen des DStV in Hessen und in Oldenburg liegen bereits Online-Findbücher vor; weitere folgen demnächst.


Am Mittwoch, den 20.11.2019, 18:30 Uhr
im Kleinen Bali-Kino, Kassel

zeigt das Kasseler Frauenbündnis im Rahmen der Queeren-Filmreihe den Dokumentar-Film des FrauenLesbenFilmCollectif LasOtras

"Frauen bildet Banden – eine Spurensuche zur Geschichte der Roten Zora"

Die "Rote Zora" war in den 1970er und 1980er Jahren eine militante Frauengruppe in der BRD, die sich klandestin organisierte. Entstanden ist die feministische Gruppe aus dem Kontext der Revolutionären Zellen. Ihre Aktivitäten richteten sich u.a. gegen die alltägliche Gewalt gegen Frauen, gegen Gen- und Reproduktionstechnologien, Bevölkerungspolitik und internationale Ausbeutungsbedingungen als Ausdruck patriarchaler Herrschaft. Zentral waren die Selbstermächtigung der FrauenLesben und der Bruch mit der zugeschriebenen Friedfertigkeit.

Erzählungen von verschiedenen Zeitzeuginnen, Interviews mit einer Historikerin und ehemaligen Zoras lassen die Geschichte der "Roten Zora" und der damaligen Frauenbewegung wieder lebendig werden. Historische Aufnahmen der Frauen- und Studentinnen*bewegung in der BRD bringen Erinnerungen an die damaligen Kämpfe zurück. FrauenLesben aus anderen Ländern berichten über ihre Begegnung mit dieser Politik heute.

Der Film zeigt, dass viele Themen der Roten Zora hoch aktuell sind und bietet viel spannenden Diskussionsstoff zum heutigen Umgang mit dieser Geschichte.

Das AddF ist Teil des Kasseler Frauenbündnisses und wir freuen uns auf einen spannenden Kinoabend.


NEUES DOSSIER ONLINE!

Am 18. Oktober 1865 wurde in Leipzig der

Allgemeine Deutsche Frauenverein (ADF)

gegründet, der sich für höhere Frauenbildung und Erwerbsmöglichkeiten einsetzte. Zu den Gründerinnen gehörten neben der Initiatorion Louise Otto-Peters (1819-1895) auch Ottilie von Steyber (1804-1870) und Auguste Schmidt (1833-1902). Der ADF verbreitete sich sehr schnell über das ganze Deutsche Reich und wurde für die nächsten Jahre die einflussreichste Frauenorganisation. Aus Anlass des Jahrestages publizieren wir ein Dossier zum ADF, außerdem ein Findbuch zum Bestand des ADF und ein Findbuch zum Bestand Louise Otto-Peters. Zu Louise Otto-Peters verweisen wir zudem auf unser eigenes Dossier sowie auf die Dossiers des Digitalen Deutschen Frauenarchivs und der Bundeszentrale für politische Bildung.



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Di.-Do. 11-17 Uhr u.n.V.


Das AddF ist Mitglied in i.d.a., dem Dachverband der deutschsprachigen Lesben-/Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen.


Das AddF beteiligt sich aktiv am interaktiven Fachportal zur Geschichte der Frauenbewegungen in Deutschland des i.d.a.-Dachverbandes; gefördert vom BMFSFJ.