ISBN
978-3-926068-36-1
Kosten
23,00 €
Umfang
229 Seiten
Erschienen
Juni 2026
Heft 82
Von stürmischen und windstillen Zeiten.
Über die ›Wellen‹ in den Frauenbewegungen
Im November 2024 veranstaltete das Archiv der deutschen Frauenbewegung (AddF) gemeinsam mit dem Arbeitskreis historische Frauen- und Geschlechterforschung (AKHFG) eine Tagung unter dem Titel: »Erste, zweite, dritte Welle? Neuere Forschungen zur Frauenbewegungsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts«. Mit der Wellenmetapher, die schon in der Überschrift aufgerufen wurde, nahmen wir Bezug auf ein sehr bekanntes, aber auch kontrovers diskutiertes Konzept, welches Ute Gerhard in den 1990er-Jahren in die deutsche Forschung eingebracht hat und das seitdem nicht mehr wegzudenken ist. Auch wenn wir es bei der Ausschreibung der Tagung nicht so vorgesehen hatten und mit dem Bild der Wellen lediglich einen Anreiz für verschiedene Zeitschnitte setzen wollten, zeigte das sehr gut besuchte Treffen dann doch eine intensive Auseinandersetzung mit der Wellenmetapher. Daher bot es sich an, diese Tagung zum Ausgangspunkt der vorliegenden Ariadne zu machen, um die Themen auch für diejenigen nachlesbar zu machen, die nicht bei dem Treffen anwesend sein konnten. So spielen in allen Artikeln die Wellen eine Rolle –sei es als Referenz- und Bezugsrahmen um die beschriebene Aktivistin oder das Thema zu verorten oder als Analyseinstrument um die verschiedenen untersuchten Zeitschnitte zu fassen. Besonders glücklich sind wir, dass wir Ute Gerhard gewinnen konnten, heute noch einmal auf das Wellenmodell zu schauen. Sie analysiert mehrere Jahrzehnte später in ihrem Artikel, warum es „nach wie vor sinnvoll ist, von den ‚Wellen‘ der Frauenbewegung zu sprechen.“ Entstanden ist somit eine Ariadne, die sehr vielschichtige und unterschiedliche Analysen und Beispiele von Frauenbewegungswellen umfasst. Ob das Wellenmodell nun von den Autorinnen angewandt oder verworfen wurde – die Langlebigkeit der Frauenbewegung mit ihren Forderungen, Methoden und auch Analysen zeigt sich hier wieder einmal überaus deutlich.
Redaktion
Kerstin Wolff, Mette Bartels
Mit Beiträgen von
Ute Gerhard, Derya Özdemir, Susanne Heiter, Heinke Kalinke, Angela La Cognata, Christin Hansen, Constanze Stutz, Dora Busch, Imke Schmincke, Karen Wagels
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