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Ariadne 77: A never ending story? Zur Geschichte von Praxis, Diskussion und rechtlichen Regelung der Abtreibung

Spätestens seit dem Jahr 2017, als die Gynäkologin Kristina Hänel durch das Gießener Landgericht verurteilt wurde, ist das Thema Schwangerschaftsabbruch wieder intensiver öffentlich diskutiert. Vor dem Hintergrund des Artikels 219a StGB, der Schriften zu Schwangerschaftsabbruch „eines Vermögensvorteils wegen“ unter Strafe stellt, gelten die von Hänel zur Verfügung gestellten Homepage-Informationen zu Möglichkeiten eines induzierten Aborts in ihrer Praxis als illegale Werbung. Insbesondere konservative Abtreibungsgegner*innen nutzen diesen Paragrafen für ihre Zwecke – und eröffneten mit ihren vielfachen Anzeigen gegen Mediziner*innen eine meist hoch emotional geführte Debatte in Gesellschaft, Politik und Medizin.

Ausgehend von dieser Zäsur werden wir die lange Geschichte der Abtreibung und ihrer Diskussion beleuchten. Dabei geht es uns sowohl um historische Praxen in ihren jeweiligen sozialen, religiösen und wirtschaftlichen Kontexten, als auch um inter-/nationale Narrative, die sich rund um das Thema Schwangerschaftsabbruch, dessen Darstellung und Wahrnehmung strickten und um die juristischen Wege, die in beiden deutschen Staaten zu diesem Thema zurückgelegt wurden.


Ansprechpartnerin

Dr. Kerstin Wolff

Redaktion

Dr. med. Marion Hulverscheidt, Mirjam Höfner, M.A., Dr. Kerstin Wolff

Erscheint voraussichtlich

Juli 2021