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Aktuelle Veranstaltungen


Es geht weiter! Nachdem wir unsere Veranstaltungen im Frühjahr aufgrund der Maßnahmen gegen die Ausbreitung von COVID-19 (Coronavirus) leider absagen mussten, freuen wir uns nun darauf, sie in den kommenden Monaten nachzuholen. Um den notwendigen Mindestabstand einhalten zu können, werden wir ab sofort ins Große Bali-Kino wechseln. Wir freuen uns auf Sie!


Autorinnenlesungen des Fördervereins

Katerina Poladjan liest aus ihrem Roman „Hier sind Löwen“

Termin: 18. Oktober 2020, 11.30 Uhr
Eintritt: 9,- / 8,50 €
Großes Bali-Kino, Kulturbahnhof

 „‘Hic sunt leones‘ schrieb man in alter Zeit an die weißen Flecken einer Landkarte.“
Helen, eine junge deutsche Buchrestauratorin mit armenischen Wurzeln, fährt für ein Praktikum in die armenische Hauptstadt Erewan, um dort im Zentralarchiv eine alte Familienbibel zu restaurieren. An den Rand des alten Buches sind Eintragungen gekritzelt, aus denen sie bruchstückhaft die Geschichte eines jungen armenischen Geschwisterpaars auf der Flucht vor den türkischen Massakern herausliest. Diese Entdeckung ist verwoben mit einer Erkundungsreise im Land ihrer Vorfahren, mit der Suche nach Verwandten auf beiden Seiten - der armenischen und der türkischen Seite - des Grenzberges Ararat. Der Roman, der Poladjans eigene Familiengeschichte mit der Geschichte des armenischen Volks verbindet, stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2019.
Auf den Seiten der Fischer Verlage finden Sie eine Leseprobe.


Karen Köhler liest aus ihrem Roman „Miroloi“

Termin: 15. November 2020, 11.30 Uhr
Großes Bali-Kino, KulturBahnhof Kassel
Eintritt: 9,- / 8, 50 €


„Ich werde immer die Fremde bleiben, auch wenn ich alles genauso mache wie sie. […] Dabei kann ich, wenn ich mich vergleiche, mehr Gemeinsamkeiten erkennen als Unterschiede.“
Karen Köhlers Geschichte führt in eine abgeschiedene dörfliche Welt, in der eine strikte Geschlechtertrennung herrscht. Die Männer bestimmen, nur sie können lesen und schreiben. Die Protagonistin des Romans, ein von der Gemeinschaft ausgegrenztes namenloses junges Mädchen, wurde als Säugling vor dem Bethaus abgelegt. Sie rebelliert gegen die Traditionen und Gesetze, lernt lesen und schreiben, verliebt sich, schließt Freundschaften und Bündnisse. Schließlich bekommt sie sogar einen Namen, der ihr, der von außen kommenden Fremden, verweigert wurde. – Karen Köhlers emanzipatorischer Roman, der auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2019 stand, zeichnet sich durch pointierte Wortschöpfungen und präzise Sprache aus. Auf den Seiten des Hanser Verlags finden Sie eine Hör- und Leseprobe.


Weitere Veranstaltungen

Vortrag zur Ausstellung

Florence Hervé und Mechthild Gilzmer:
Frauen im Widerstand 1933 bis 1945

Termin: 10.11.2020, 18.30 Uhr

Stadtmuseum Kassel

Anmeldungen:

 

Am 8. Mai 2020 jährte sich zum 75. mal der "Tag der Befreiung" von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Der militärischen Kapitulation Deutschlands und der Befreiung durch die Alliierten war ein aktiver vielseitiger Widerstand von Menschen in ganz Europa zur Seite gestellt. In diesem Widerstand waren zahlreiche Frauen organisiert. Das Frankreich Forum Kassel und das Archiv der deutschen Frauenbewegung haben zehn Frauen aus dem deutschen und französischen Widerstand ausgewählt und in einer Ausstellung zusammengebracht. Eine Vielzahl dieser Porträts entstammen dem von Florence Hervé herausgegebenen Band "Mit Mut und List. Europäische Frauen im Widerstand gegen Faschismus und Krieg". In ihrem Vortrag präsentieren die beiden Autorinnen Florence Hervé und Mechthild Gilzmer vier Biografien der Sammlung.

 

Die Ausstellung kann im Rathaus Kassel vom 9. bis 28. November 2020 besichtigt werden.

 


Vortrag zur Ausstellung

Dr. Adelheid Müller:"Italien ist ein Weiberparadis".
Friederike Brun und die "Universitas" in Rom

Termin: 3.12.2020, 18 Uhr

Hessisches Landesmuseum, Vortragssaal

Anmeldung bei: Besucherdienst der MHK, Fon: 0561 316 80-123 oder EMail: besucherdienst@museum-kassel.de

 

Im 16. Jahrhundert kamen die sogenannten "Stammbücher" in Mode, die Vorläufer des Poesiealbums. Diese Bücher waren die Begleiter auf Reisen, wo man neue Bekanntschaften oder bedeutende Persönlichkeiten bat, einen Beitrag zur Erinnerung zu verfassen. Die Sonderausstellung "Treffpunkt Rom 1810. Die Geschichte eines Künstlerstammbuchs" beschäftigt sich mit dem Künstlerstammbuch des kunstinteressierten und wohlhabenden Wilhelm von Blanckenhagen, der 1808 auf eine mehr als dreijährige Bildungsreise ging. Dr. Adelheit Müller aus Berlin widmet sich in ihrem Vortrag der Schriftstellerin Friederike Brun, einer wichtigen Netzwerkerin der Zeit um 1800. Brun war hochgebildet, interessierte sich leidenschaftlich für Kunst und Literatur und lebte sowohl in Kopenhagen als auch in Rom. Der Vortrag ist eine Kooperation des Archivs der deutschen Frauenbewegung und der Deutsch-Italienischen Gesellschaft.

 

Die Ausstellung ist im Schloss Wilhelmshöhe vom 23. Oktober 2020 bis 24. Januar 2021 zu sehen.


Ansprechpartnerin

Laura Schibbe