• AddF Kassel, Foto Sonja Rode. Rechte vorbehalten.
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  • A-F1-00869; Gruppenbild von Anita Augspurg, Marie Stritt, Lily Braun, Minna Cauer und Sophia Goudstikker ca. 1894. Gemeinfrei.
    A-F1-00869; Gruppenbild von Anita Augspurg, Marie Stritt, Lily Braun, Minna Cauer und Sophia Goudstikker ca. 1894. Gemeinfrei.

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  • AddF Kassel, Foto Sonja Rode.
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Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen am 25. November

International Day for the Elimination of Violence against Women
اليوم الدولي للقضاء على العنف ضد المرأة
Día Internacional de la Eliminación de la Violencia contra la Mujera
Международный день борьбы за ликвидацию насилия в отношении женщин
Journée internationale pour l‘élimination de la violence à l‘égard des femmes

Demonstration Treffpunkt: 17 Uhr, Rathaus, Obere Königsstraße, Kassel
MIT GEBÄRDENDOLMETSCHERIN

Aufruf zum Protest gegen Gewalt, Unterdrückung und Krieg
Die Route wird voraussichtlich über den Ständeplatz Richtung Elisabeth Selbert-Statue am Philipp-Scheidemann-Platz, vorbei am Hauptbahnhof über die Bürgermeister-Brunner-Straße zum Platz der 11 Frauen in der Friedrich-Ebert-Straße führen. Es werden Zwischenkundgebungen stattfinden. Danach lädt die Gruppe gegen Feminizide am Platz der widerstandsleistenden Frauen Goethestern zum gemeinsamen Gedenken an die im Jahr 2024 ermordeten Frauen ein. Im Anschluss lädt das FrauenLesbenZentrum (Goethestr. 44) die Demonstrantinnen zum gemeinsamen Ausklang ein.

Am 25. November tragen wir unseren Protest gegen patriarchale Gewalt gemeinsam auf die Straße! Wir gedenken der Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt! Wir solidarisieren uns weltweit mit allen, die mit uns gemeinsam für ein Leben in Freiheit und ohne Gewalt und Krieg kämpfen!

Nein zu Gewalt Gewalt gegen Frauen und Mädchen
Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist strukturelle Gewalt, die aus gesellschaftlichen Bedingungen entsteht und das Ziel hat, Kontrolle und Macht zu bewahren oder zu gewinnen. Frauen und Mädchen werden belästigt, geschlagen, ungefragt angefasst, zu Hause eingesperrt, vergewaltigt, getötet. In der Umgebung von Kassel sind in diesem Jahr wieder drei Frauen durch ihre (Ex-)Partner ermordet worden. Die Tötung einer Frau ist kein „Beziehungs- oder Familiendrama“, sondern ein „Feminizid“ – d. h. die Tötung einer Frau, weil sie eine Frau ist.

Gewalt gegen queere Menschen
Heute wollen wir auch sichtbar machen, dass nicht nur Frauen und Mädchen von patriarchaler Gewalt betroffen sind. Menschen, die das binäre Geschlechtersystem herausfordern, indem sie sich nicht in die Kategorien Frau oder Mann pressen lassen, wie zum Beispiel trans*, inter*, nicht-binäre und agender Personen, werden zur Zielscheibe.

Gewalt gegen Aktivist*innen
Reaktionäre Ideologien und autoritäre Regime üben Gewalt gegen Aktivist*innen und politische Repräsentant*innen aus, die sich für Frauenrechte und Demokratie einsetzen. Dagegen wächst Widerstand und Solidarität. Seit dem Feminizid an Jîna Mahsa Amini durch die Sittenpolizei im Iran, wird immer wieder gegen das Regime und für ein Leben frei von Gewalt und Unterdrückung protestiert. Weltweit gehen Menschen trotz Gefahr für Freiheit und Leben auf die Straße. Ihnen gilt heute unsere internationale Solidarität!

Gewalt im Krieg
Aktuell gibt es 59 Kriege, Bürgerkriege und zwischenstaatliche Konflikte weltweit, die höchste Anzahl seit 1946. (https://de.statista.com)
Unsere Solidarität gilt allen Frauen und Mädchen und Queers, die in Gebieten leben, in denen aktuell Krieg oder kriegerische Auseinandersetzungen herrschen. In allen Kriegen werden Gewalttaten gegen Frauen und Mädchen gezielt als Kriegsstrategie eingesetzt. Sie werden verschleppt, vergewaltigt, gefoltert, getötet.

Bedeutung der Istanbul-Konvention
Im Autonomen Frauenhaus in Kassel vergeht kein Tag, ohne dass eine Frau dort Hilfe sucht. Plätze fehlen, Beratungsstellen für Opfer von Gewalt sind überlastet und unterfinanziert und aus dem ländlichen Raum nur schwierig zu erreichen. Das Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt – die Istanbul-Konvention – verpflichtet alle unterzeichnenden Staaten zu einer bedarfsdeckenden, wohnort-nahen, allgemein zugänglichen und angemessenen Infrastruktur, um Gewaltschutz und Unterstützung zu garantieren.

Zum Hintergrund
Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen
Der 25. November wird als Gedenk- und Aktionstag seit 1981 begangen. 1999 wurde er von den Vereinten Nationen offiziell zum internationalen Gedenktag ausgerufen. Er geht zurück auf den Fall der Schwestern Mirabal, die 1960 wegen ihres Einsatzes für Frauenrechte und gegen die Diktatur in der Dominikanischen Republik vom Militär verhaftet, verschleppt und ermordet wurden.

Orange Days (https://orangedaysks.wordpress.com)
Die Farbe Orange soll eine Zukunft ohne Gewalt gegen Frauen symbolisieren. Sie wurde in der Orange-The-World-Kampagne der UN festgelegt. Die Orange Days umfassen den Zeitraum vom 25. November bis 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte.

Wir fordern
Ein Ende von Gewalt und Schluss mit Wegsehen, Verschweigen und Verharmlosen!
Es braucht mehr Schutz und Hilfe für Betroffene von Gewalt.
Was Frauen, Mädchen und Queers tagtäglich an Gewalt erleben, ist patriarchale Gewalt und kein normaler Zustand.
Sie muss konsequent als solche benannt, angeprangert und bekämpft werden.
Für ein Leben in Freiheit ohne Gewalt und Krieg gehen wir gemeinsam in Kassel auf die Straße!

www.frauenbuendnis-kassel.de
Autonomes Frauenhaus Kassel
eigenMächtig
faX - Fachberatung bei sexualisierter Gewalt in Stadt und Landkreis Kassel
FiF - Frauen informieren Frauen
Frauentreff Brückenhof
Gegen Feminizide Kassel
LK2 Beratungsstelle für erwachsene Betroffene von sexualisierter Gewalt


Archiv der deutschen Frauenbewegung
Gottschalkstraße 57
D - 34127 Kassel
Tel.: +49 (0)561-989 36 70
Fax: +49 (0)561-989 36 72
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