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Archiv, Bibliothek und Forschungszentrum zur Geschichte der deutschen Frauenbewegung ─ Willkommen!

Die Stiftung sammelt, forscht und publiziert zur Geschichte von Frauen und Frauenbewegungen in der Zeit von 1800 bis in die 1960er Jahre. Die Verbreitung des Wissens über die Frauenbewegung und ihre Protagonistinnen in der Öffentlichkeit durch Vorträge, Lesungen, Konzerte und Ausstellungen ist uns ein großes Anliegen.


Vortrag am 8. Juni, 19:30 Uhr im Sara Nußbaum-Zentrum

Kassel war ihre Heimat, bis… Zu den Biografien von Sara Nußbaum und Frieda Sichel

Präsentation: Dr. Eva Schulz-Jander und Anne Belke-Herwig
Ort: Sara Nußbaum-Zentrum, Ludwig-Mond-Straße 127, 34121 Kassel
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Sara Nußbaum und Frieda Sichel wurden Ende des 19. Jahrhunderts geboren, ihre Herkunft und ihr Leben jedoch könnten nicht unterschiedlicher gewesen sein. Die eine kam aus Merzhausen, die andere aus dem vornehmen Vorderen Westen in Kassel; die eine aus einer Lehrerfamilie, die andere aus einer der angesehensten jüdischen Unternehmers-Familien Kassels; die eine war eher praktisch veranlagt, die andere hochgebildet. Und dennoch sind sie sich ähnlich. Soziales Engagement und ein tiefes Verantwortungsgefühl für soziale Gerechtigkeit verbindet sie. Stark und klug, unbeugsam und mutig waren sie. Auch die widrigsten Umstände, Ausgrenzung und Verfolgung konnten ihren unbeugsamen Geist nicht brechen. Als besiegte Siegerinnen gingen sie daraus hervor. Die Biografien von Sara Nußbaum und Frieda Sichel werden präsentiert von Anne Belke-Herwig und Dr. Eva Schulz-Jander.

Zum Hintergrund: Seit Monaten wird in der Stadt Kassel für die Skulptur 11 Frauen, 11 Jahrhunderte mit verschiedenen Unterstützungs- und Spendenaktionen geworben. Das Archiv der deutschen Frauenbewegung plant sogenannte "Gedenksplitter", Informationstafeln sollen Frauengeschichte in viele Stadtteile bringen und an frauenpolitische Ereignisse, bekannte oder unbekanntere Frauen und frauenpolitisch bedeutsame Einrichtungen erinnern. In dem Zusammenhang freuen wir uns, diese weitere Unterstützungsaktion ankündigen zu können, die zugunsten der Skulptur veranstaltet wird! Darüber hinaus bereitet das AddF gemeinsam mit Wolfgang Matthäus und Eva Schulz-Jander eine Übersetzung und Neuherausgabe der Autobiografie Frieda Sichels vor.


Call for Article – Ariadne: Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte, Heft 72-73, Bewerbungsfrist: 1.7.2017

Die weibliche/n Geschichte/n der Weimarer Republik – ein Jubiläumsheft zum Beginn der Weimarer Republik 1918/19

Wer kennt sie nicht – die jungen Frauen der 1920er Jahre mit ihren Bubiköpfen, den Charlestonkleidern und den Zigarettenspitzen, die in den Bars von Berlin oder München tanzen oder in ihrer modern wirkenden Kleidung als die „neuen Angestellten“ zu ihren Arbeitsplätzen an die Schreibmaschinen eilen. Diese Bilder, die ins kollektive Gedächtnis der Nation eingegangen sind, stehen wie kaum ein anderes Bild für den demokratischen Aufbruch Deutschlands in die „Moderne“, nachdem mit dem verlorenen Weltkrieg die alten Zöpfe und die Monarchie gefallen waren. Diese Bilder scheinen aber auch von einer geglückten Frauenemanzipation zu erzählen, die durch die Gleichberechtigung der deutschen Frauen als Staatsbürgerinnen (Einführung des Wahlrechts) einen ersten Höhepunkt erlebt hatte. weiterlesen


Das Frauenstimmrecht als "Bürgerpflicht der Frau" ─ 100 Jahre Wahlrecht und die Entstehung der Weimarer Republik

2018 jährt sich das Jubiläum der Einführung des Frauenwahlrechts zum einhundertsten Mal. Ein Grund für uns zum Feiern und würdigen Erinnern!

In den 1870er Jahren fragte Hedwig Dohm noch: »Ich frage jeden aufrichtigen Menschen, wären Gesetze wie die über das Vermögensrecht der Frauen, über ihre Rechte an den Kindern, über Ehe, Scheidungen u. s. w. denkbar in einem Lande, wo die Frauen das Stimmrecht ausübten? Hätten sie die Macht, sie würden diese Gesetze von Grund auf ändern.« Am 30. November 1918 wurde das aktive und passive Wahlrecht für alle Bürgerinnen und Bürger in der Verordnung über die Wahl zur verfassungsgebenden deutschen Nationalversammlung verankert. Seit 100 Jahren gibt es das Frauenstimmrecht, dieses Jubiläum nehmen wir zum Anlass für ein vielseitiges Engagement. Hier können Sie sich über die Ideen und Projekte des Archivs der deutschen Frauenbewegung informieren.


Unterstützungsaufruf:

11 Frauen - 11 Jahrhunderte

Eine Skulptur als permanente Gedächtnisstätte für elf historisch bedeutsame Frauen aus der Geschichte Kassels

Das Projekt "ehe die Spuren verwehen …": 11 Frauen – 11 Jahrhunderte erinnerte im Jahr 2013, dem 1.100jährigen Jubiläum der Stadt Kassel, an elf historisch bedeutende Frauen, die mit einer Publikation, einer Ausstellung und vielen Veranstaltungen gewürdigt wurden. Die US-amerikanische Künstlerin Linda Cunnigham nahm dies zum Anlass, ein Kunstwerk zu entwerfen. Mit einer Skulptur im öffentlichen Raum möchte sie diesen nicht nur für die Kasseler Geschichte bedeutenden Frauen ein permanentes Denkmal setzen und so Frauengeschichte sichtbar machen.

Die Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung plant eine Erweiterung dieser Skulptur: An unterschiedlichen Orten in der Stadt sollen "Gedenksplitter" aufgestellt werden. Diese nehmen die Formensprache der Skulptur auf und erinnern an frauenpolitische Ereignisse, bekannte oder unbekanntere Frauen und frauenpolitisch bedeutsame Einrichtungen.

Das Projekt sucht noch zahlreiche UnterstützerInnen...

Weitere Informationen finden Sie hier: eine Beschreibung des Projektes, die Pressemeldung vom 14.11.2016 und Infos für UnterstützerInnen.


Informationsbroschüre:

"Wohin damit? Sie haben die Akten und wir haben das Archiv dafür"

Mit dieser Broschüre will die Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung Frauenorganisationen dabei unterstützen, ihre Unterlagen zu bewahren und archivgerecht für zukünftige Forschungen zu sichern. Was sollte überhaupt aufgehoben werden und warum? Muss man heute alles digitalisieren? Und kann danach alles weg? Was kostet das alles? Und die zentrale Frage, die der Handreichung ihren Namen gegeben hat: Wohin damit? Mit dieser Informationsbroschüre wollen wir Antworten auf diese und weitere Fragen geben. (weiterlesen)

Adresse / Öffnungszeiten

Gottschalkstraße 57
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Tel.: +49 (0)561-989 36 70
Fax: +49 (0)561-989 36 72
E-Mail: info(at)addf-kassel.de

Di. - Do. 11 bis 17 Uhr
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