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Archiv, Bibliothek und Forschungszentrum zur Geschichte der deutschen Frauenbewegung ─ Willkommen!

Die Stiftung sammelt, forscht und publiziert zur Geschichte von Frauen und Frauenbewegungen in der Zeit von 1800 bis in die 1960er Jahre. Die Verbreitung des Wissens über die Frauenbewegung und ihre Protagonistinnen in der Öffentlichkeit durch Vorträge, Lesungen, Konzerte und Ausstellungen ist uns ein großes Anliegen.


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Donnerstag, 7. Dezember, 19:00 Uhr

Frieda Sichel - Die Herausforderung der Vergangenheit
Jüdische Selbsthilfe in Kassel und Johann
esburg

Buchvorstellung von Cornelia Wenzel (Archiv der deutschen Frauenbewegung) und Wolfgang Matthäus (Kassel-West e. V. und Stolpersteine in Kassel e. V.)
Lesung von Textpassagen: Eva Schulz-Jander (Übersetzung), Musik: Kerstin Röhn

Ort: Kirche im Hof, Hinterhof der Friedrich-Ebert-Straße 102, 34119 Kassel
VeranstalterInnen: Archiv der deutschen Frauenbewegung, Kassel-West e.V. und Stolperstein e.V.

Frieda Sichel beschreibt in ihren Lebenserinnerungen ihre Kindheit in der Kasseler Verlegerfamilie Gotthelft, die Verfolgung im Nationalsozialismus, ihre Flucht und den Neuanfang der Familie in Südafrika. 42 Jahre nach der Publikation in Johannesburg liegt ihr Buch „Challenge of the past“ nun in deutscher Sprache vor.

Frieda Sichel (1889-1976) gehörte zur ersten Generation der Frauen in Deutschland, die Zugang zu höherer Bildung hatten. Nach dem Besuch privater Realgymnasialkurse legte sie das Abitur ab und studierte in München, Berlin, Freiburg und Heidelberg Nationalökonomie und Soziologie. Sie promovierte 1915 mit einer Arbeit über „John Stuart Mills sozialpolitische Wandlungen“. 1918 heiratete sie ihren Cousin Karl Hermann Sichel, 1919 wurde eine Tochter, 1923 ein Sohn geboren. Frieda Sichel engagierte sich in jüdischen Vereinen und in der Kasseler Frauenbewegung. Ab 1933 hatte die Familie unter Repressionen zu leiden und emigrierte 1935 nach Südafrika. Dort konnte Karl Sichel schnell als Architekt wieder Fuß fassen und Frieda Sichel arbeitete erfolgreich als Sozialarbeiterin; Südafrika wurde die neue Heimat, sie kehrten nach 1945 nur noch zu kurzen Besuchen nach Deutschland zurück.

Bibliografische Angaben: Frieda Sichel: Die Herausforderung der Vergangenheit. Jüdische Selbsthilfe in Kassel und Johannesburg. Herausgegeben vom Archiv der deutschen Frauenbewegung und Wolfgang Matthäus. Bearbeitet und kommentiert von Wolfgang Matthäus und Cornelia Wenzel. Aus dem Englischen von Eva Schulz-Jander, 208 S., 20 Abb., Berlin, Hentrich & Hentrich 2017, € 17,90


Seit 25 Jahren haben wir »Freundinnen«

Wir freuen uns sehr, – der Förderverein »Freundinnen des Archivs der deutschen Frauen-bewegung« – feiert dieses Jahr sein 25-jähriges Jubiläum und unterstützt erfolgreich die Arbeit des »Archivs der deutschen Frauenbewegung«.

Durch das großzügige finanzielle, ideelle und organisatorische Engagement wird unsere Sammlungs-, Forschungs- und Publikationsarbeit aktiv gestärkt. Die Materialien und Erkenntnisse zur Geschichte von Frauen und Frauenbewegungen erreichen weite Kreise über Kassel hinaus. Ein herzliches Dankeschön und wir freuen uns auf die nächsten 25 Jahre! Werden auch Sie Freundin im Jubiläumsjahr 2017!

Aus Anlass des 25-jährigen Bestehens des Fördervereins erscheint eine Sonderbriefmarke mit dem Vereinslogo. Ein Bogen besteht aus zehn Marken, die jeweils einen postalischen Wert von 0,70 Euro haben. Gern können auch Sie diese Sondermarken für Ihre Post nutzen und – solange der Vorrat reicht – diese bei uns bestellen unter foerderverein@addf-kassel.de. Wir geben den Bogen gegen eine Spende von 10 Euro (ggf. plus Porto) ab. 


Neu erschienen:

Kerstin Wolff: Anna Pappritz (1861-1939). Die Rittergutstochter und die Prostitution

Wie Anna Pappritz und die Frauenbewegung des beginnenden 20. Jahrhunderts den Kampf um Gleichberechtigung aufnehmen, wie sie es schaffen, dass über das Tabuthema Prostitution öffentlich geredet wird, welche Argumente ausgetauscht und welche Fehden mit den ebenfalls sich dem Thema zuwendenden Ärzten ausgetragen werden, steht im Zentrum dieser Biografie. Weiterlesen


Das Frauenstimmrecht als "Bürgerpflicht der Frau" ─ 100 Jahre Wahlrecht und die Entstehung der Weimarer Republik

2018 jährt sich das Jubiläum der Einführung des Frauenwahlrechts zum einhundertsten Mal. Ein Grund für uns zum Feiern und würdigen Erinnern!

In den 1870er Jahren fragte Hedwig Dohm noch: »Ich frage jeden aufrichtigen Menschen, wären Gesetze wie die über das Vermögensrecht der Frauen, über ihre Rechte an den Kindern, über Ehe, Scheidungen u. s. w. denkbar in einem Lande, wo die Frauen das Stimmrecht ausübten? Hätten sie die Macht, sie würden diese Gesetze von Grund auf ändern.« Am 30. November 1918 wurde das aktive und passive Wahlrecht für alle Bürgerinnen und Bürger in der Verordnung über die Wahl zur verfassungsgebenden deutschen Nationalversammlung verankert. Seit 100 Jahren gibt es das Frauenstimmrecht, dieses Jubiläum nehmen wir zum Anlass für ein vielseitiges Engagement. Hier können Sie sich über die Ideen und Projekte des Archivs der deutschen Frauenbewegung informieren.


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