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Band 10
Kerstin Wolff: Wir wollen die Anerkennung der Hausfrauentätigkeit als Beruf. Der Kasseler Hausfrauenverein 1915 – 1935, (Schriftenreihe des Archivs der deutschen Frauenbewegung, Bd. 10), Kassel 1995, 159 S., Abbildungen, ISBN 3-926068-11-6



Info:

Vorwort
Haben Hausfrauen eine Geschichte? Die Geschichtsschreibung hat sie lange der Geschichte verbannt, schienen sie doch nur für den "Alltag" und das "Private"". Windig zu sein, während Männer die Ereignisse vollbrachten, die Geschichte ausmachen. Nicht zuletzt die Hausfrauen selbst haben an diesem Mythos mitgestrickt.

Mir ihrer Arbeit über den Kasseler Hausfrauenverein in den Jahren 1915-1935 leistete Kerstin Wolff einen wichtigen Beitrag zur Sozialgeschichte, in dem die historischen Leistungen der Hausfrauen wieder erkennbar werden. Nicht zufällig setzt sie am Beginn des Ersten Weltkrieges ein. Die Kriegssituation machte schlagartig deutlich, was in Friedenszeiten nicht erkannt worden war, nämlich welche zentrale Stellung den Hausfrauen in der Wirtschaft zukam.

Angesichts der Quellenverluste durch die Zerstörung des Kasseler Stadtarchivs und anderer Dokumentationen bedurfte es großer Findigkeit, um Spuren des Kasseler Hausfrauenvereins ausfindig zu machen. Es ist Frau Wolff gelungen, die Geschichte des Kasseler Hausfrauenvereins anschaulich herauszuarbeiten und zu zeigen, welche politischen Energien die organisierten Hausfrauen im Krieg entwickelten.

Noch ein anderes Vorurteil kann Frau Wolff am Beispiel Kassels brechen. Sie weist überzeugend nach, daß die Hausfrauenvereine in der Weimarer Republik nicht Horte konservativen Hausfrauendaseins waren, sondern daß sie den Hausfrauen einen eigenen Zugang zu den neuen wirtschaftlichen und politischen Handlungsmöglichkeiten und Handlungsräumen eröffneten. Dies gilt insbesondere für die immer noch aktuelle Forderung, die Hausfrauentätigkeit als Beruf anzuerkennen, aber auch für die Frage nach dem Verhältnis von "Hausfrau" und "Nationalsozialistinnen". Zusammenfassend läßt sich daher sagen, daß es Frau Wolff gelungen ist, den Hausfrauen einen Teil ihrer Geschichte wiederzugeben, und ihnen zu zeigen, dass auch Hausfrauen immer an der politischen Willensbildung beteiligt waren.

Heide Wunder




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