28 am 8 Maerz28 am 8 Maerz

Ausstellung "26 am 8. märz" im Rahmen von "365 Orte im Land der Ideen"

Am 8. März 2006, dem Internationalen Frauentag, präsentierte sich die Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung als einer der "365 Orte im Land der Ideen". Bei diesem unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten stehenden Projektes wurde die Stiftung für diesen frauengeschichtlich zentralen Tag ausgewählt und hat zum einen ihre "Idee" vorgestellt: die Bewahrung und Erforschung der Frauenbewegungen.

Zum anderen zeigte die Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung aus diesem Anlass gemeinsam mit 26 Kasseler Künstlerinnen die Ausstellung "26 am 8. märz". In ihrem Einführungstext "Die Ausstellung ist ein Unikat" in der Begleitbroschüre der Ausstellung schreibt Dr. Gertrude Betz "Die Ausstellung entstand als gemeinsamer Planungs- und Gestaltungsprozess mit allen beteiligten Künstlerinnen, schon dies eine ungewöhnliche Form, zumal nur 2 Tage für die konkrete Hängung und Platzierung zur Verfügung standen.

Entstanden ist also eine Kunstausstellung, die in einer beeindruckenden Vielfalt Positionen, Themen und Medien zusammenführt, die sich alle einer weiblichen Aneignung von Wirklichkeit, Reflektion und ihrem Eigen – Sinn verdanken. Aneignung, die mit dem Studium, einer Ausbildung beginnt und die Mittel und Wege als Möglichkeit ausprägt, sich zu einem dominanten Rahmen innerhalb einer auf Besitz gerichteten Gesellschaft zu verhalten. Die Gestaltung subjektiver Lebensaspekte, die alle aus einem Prozess der Individuierung und Vergesellschaftung hervorgehen, finden ihren künstlerischen Ausdruck in allen Feldern, die unser alltägliches Leben je unterschiedlich stark prägen, tangieren oder stören.

Die Wahrnehmung des Ich und des Anderen, die Auseinandersetzung mit Schrift – Bild, d.h. Information, mit historischen Bildern, Figuren von Frauen, mit den Spuren des Alltags in seinen materiellen Resten, mit Arbeit und Ausbeutung besonders weiblicher Arbeit, mit dem Körper, der Haut als Oberfläche und Zone bis ins Innere der Verletzbarkeit, mit Bedrohung und Terror mit dem Verlust der sicheren Orientierung und dem Gewinn im Wagnis ...

Natürlich ist diese summarische Nennung lückenhaft. Natürlich findet sich darin allein nicht die Qualität und Dichte, mit der diese 26 Künstlerinnen ein sehr gegenwärtiges Bild einer Wirklichkeit spiegeln, das – ohne auch nur entfernt programmatisch zu sein – die Bewegung von Frauen aufzeigt, parallel und eher unverbunden zu der langen und notwendigen Geschichte der Frauenbewegungen. Verbunden sind die Frauen in der Ausstellung, indem sie sich gemeinsamer Wahrnehmung und Anerkennung stellen."

An der Ausstellung beteiligt waren die Künstlerinnen - Johanna Bolkart, Claudia Blume Link: Claudia Blume, Erika Breuer Link: Erika Breuer, Nora von der Decken Link: Nora von der Decken, Gudrun Emmert Link: Gudrun Emmert, Anett Frontzek Link: Anett Frontzek, Margrit Gehrhus, Sabine Große Link: Margrit Gehrhus, Mia Hochrein Link: Mia Hochrein, Astrid Hülsmann Link: Astrid Hülsmann, Hildegard Jaekel Link: Hildegard Jaekel, Reinhild Kassing Link: Reinhild Kassing, Regina Kirsch, Ruth Lahrmann Link: Ruth Lahrmann, Ute Mescher Link: Ute Mescher, Liz Mülleneisen Link: Liz Mülleneisen, Andrea Müller-Osten Link: Andrea Müller-Osten, Brigitte Rathmann, Christine Reinckens Link: Brigitte Rathmann, Judit Rozsas Link: Judit Rozsas, Carola Ruf Link: Carola Ruf, Sabine Stange Link: Sabine Stange, Elke Teuber-S. Link:Elke Teuber-S." width="10" height="10" data-htmlarea-file-uid="73" />, Christine Wassermann Link: Christine Wassermann, Gerhild Werner Link: Gerhild Werner und Birgit Wetzka

Ansprechpartnerinnen

Dr. Gilla Dölle
Silke Mehrwald