DEF ProjektDEF Projekt

Der Bestand Deutscher Evangelischer Frauenbund (NL-K-16)

Laufzeit: Oktober 2011 - Dezember 2013
Bearbeiterinnen: Regina Mentner M.A.; Dr. Angela Pitzschke; Barbara Günther M.A.; Pia Kühltrunk M.A.

Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Recherchierbar in der Datenbank

Download: Onlinefindbuch

 

Der Deutsche Evangelische Frauenbund (DEF), eine der ältesten Frauenvereinigungen Deutschlands, hat 2007 sein umfangreiches Archiv und seine Bibliothek in die Obhut des Archivs der deutschen Frauenbewegung gegeben. Die Akten und Bücher fanden hier eine neue Heimat und ergänzen die seit über 20 Jahren in Kassel zusammengetragene Sammlung von Materialien zur Geschichte der Frauenbewegung in Deutschland. Der Deutsche Evangelische Frauenbund wurde 1899 in Kassel gegründet, verlegte seinen Vereinssitz aber schon bald nach Hannover. Die Verbandsakten konnten von Beginn an, auch über zwei Kriege hinweg, weitgehend lückenlos bewahrt werden. Das ist ein seltener Glücksfall für die historische Überlieferung von Frauenverbänden, der kaum hoch genug geschätzt werden kann. Die Akten des DEF dokumentieren die Aktivitäten des Verbandes und seiner Untergliederungen über mehr als 100 Jahre. Dazu gehören neben den umfangreichen Akten der Geschäftsführung z.B. auch Unterlagen über das Christlich-Soziale Frauenseminar, das 1905 als erste Ausbildungsstätte für Sozialarbeiterinnen (damals Wohlfahrtspflegerinnen) vom DEF gegründet worden war. Die Bibliothek enthält Bücher, Zeitschriften und Broschüren aus Frauenbewegung und Protestantismus des gesamten 20. Jahrhunderts, darunter seltene, heute nur noch schwer auffindbare Werke, die die Bibliothek der Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung hervorragend ergänzen. Eine Fotosammlung und anschauliche Objekte wie Vereinsfahnen, Anstecknadeln und selbst Besteck und Geschirr mit dem Vereinsemblem komplettieren den Bestand. Weder das Archiv noch die Bibliothek des DEF waren zuvor in einer Datenbank erfasst, dies war jedoch dringend erforderlich, um die Materialien mit modernen Recherchemöglichkeiten für die Nutzung zugänglich zu machen. Das Bibliotheksmaterial wurde in die Datenbank der Bibliothek der Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung eingearbeitet und ist dort recherchierbar. Etwa 2.000 von Säurefraß bedrohte dünne Broschüren wurden in säurefreien Mappen gesichert. Beim Archivmaterial wurde in einer ersten Maßnahme der Teil der älteren Akten, die nicht in Ordnern, sondern als sog. Bündel, also nur mit Bindfaden verschnürt, vorlagen, in säurefreie Archivkartons umgebettet, um sie besser zu schützen. Die Erfassung und Erschließung des DEF-Archivs wurde von Oktober 2011 bis Dezember 2013 durch eine Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft ermöglicht. Das Archiv umfasst 2973 Verzeichnungseinheiten, die ebenfalls im Onlinekatalog recherchierbar sind.

Download

Geschichte und Bedeutung
des Deutschen Evangelischen Frauenbundes (DEF).

Bestandsbeschreibung
Das Archiv des DEF besteht aus: Akten des Bundesverbandes, Akten der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Haushaltsführungskräfte, Teilnachlässe und Objekte.

Klassifikation

Ansprechpartnerin

Barbara Günther