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Veranstaltungen der Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung

Sonntag, den 22.10.2017, 11.30 Uhr

„Die göttliche Ordnung“

– Kinofilm / Schweiz 2017 / Regie: Petra Biondina Volpe
Mit einer Einführung von Kerstin Wolff zum Thema „Kampf um das Frauenwahlrecht“

Ort: Kleines Bali-Kino, KulturBahnhof Kassel
Veranstalterin: Freundinnen des Archivs der deutschen Frauenbewegung in Kooperation mit den Bali-Kinos
Eintritt: 9,-/8,50 €

„Abstimmen zu können ist keine Selbstverständlichkeit, die Frauen haben hart dafür gekämpft und es ist ein hohes Gut, an das wir uns gerade in diesen schwierigen Zeiten erinnern sollten.“ (Petra Biondina Volpe)

Schweiz 1971: Nora ist eine junge Hausfrau und Mutter, die mit ihrer Familie in einem beschaulichen Dorf in Appenzell lebt. Hier ist wenig von den gesellschaftlichen Umwälzungen der 68er-Bewegung zu spüren. Die Dorf- und Familienordnung gerät jedoch gehörig ins Wanken, als Nora beginnt, sich für das Frauenwahlrecht einzusetzen, über dessen Einführung die Männer abstimmen sollen. Von ihren politischen Ambitionen werden auch die anderen Frauen im Dorf angesteckt und gemeinsam proben sie den Aufstand gegen Benachteiligungen und chauvinistische Vorurteile.2018 wird das Frauenwahlrecht in Deutschland 100 Jahre alt. Kerstin Wolff wird in ihrem Einführungsvortrag an den Kampf um dieses heute so selbstverständlich erscheinende Menschenrecht erinnern und dabei einen Blick über Grenzen werfen.


Sonntag, den 05.11.2017, 11.30 Uhr

ZsuZsa Bánk liest aus ihrem Roman »Schlafen werden wir später«

Ort: Kleines Bali-Kino, Kulturbahnhof Kassel
Veranstalterin: Freundinnen des Archivs der deutschen Frauenbewegung in Kooperation mit den Bali-Kinos
Eintritt: 9,-/8,50- €

„Aber das Schlafen haben wir auf später verschoben. Auf die Zeit nach dem Leben. (...) Jetzt aber sollten wir wach bleiben. Leben. Arbeiten. Wach sein.“

Zsuzsa Bánk (geb. 1965) präsentiert eine intensive Email-Korrespondenz zweier Frauen, die an   romantische weibliche Briefkultur und Briefromane erinnert. Diese gewährt tiefe Einblicke in den Gefühlszustand der Lyrikerin Marta und der Lehrerin Johanna – ungeschminkt und unmittelbar.Die beiden Frauen sind Mitte Vierzig – Jugendfreundinnen –  und sie schreiben sich in ständiger Auseinandersetzung mit allen Facetten ihres Lebens über gut drei Jahre lang vorwiegend zu später Stunde Emails  über ihren Alltag, ihre Sehnsüchte und Sorgen, ihre Befindlichkeiten, über Vergangenheit und Zukunft. Wachbleiben wollen sie beide, um das Leben nicht zu versäumen, doch sie sind stets übermüdet. Sie stützen sich gegenseitig, vergewissern sich stets ihrer engen Seelenverbundenheit. Dabei hilft ihnen auch ihre gemeinsame Liebe zur Literatur.


Montag, den 19. Februar 2018, 19.30 Uhr

Ilse Aichinger: Die größere Hoffnung
Karin Nennemann liest Auszüge aus dem Roman

Ort: Elisabeth-Krankenhaus, Weinbergstr. 7, Refektorium
Eintritt: 6,- Euro
Veranstalterinnen: Evangelisches Forum, Elisabeth-Krankenhaus, Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung

Ilse Aichingers 1948 erstmals erschienener Roman über rassisch verfolgte Kinder während der Hitlerzeit irritiert noch immer: In verfremdenden Bildern erzählt er von der Angst, von der Bedrohung und der widerständigen Hoffnung der „Kinder mit den falschen Großeltern“. Nachdem ihre Hoffnung auf Auswanderung zunichte geworden ist, erwächst ihnen eine ganz andere, die „größere Hoffnung“.



Weitere Informationen

Mit der vielfältigen Bildungs- und Kulturarbeit will die Stiftung in der Öffentlichkeit ein stärkeres Bewusstsein für Frauengeschichte wecken und die vielverzweigten Wurzeln heutigen Frauenlebens in der Geschichte sichtbar machen. weiterlesen ...

Veranstaltungen (Auswahl) seit 1984

Lesungen der "Freundinnen" seit 1993

Ansprechpartnerinnen

Dr. Gilla Dölle
Laura Schibbe