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Veranstaltungen der Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung

Donnerstag, 7. Dezember, 19:00 Uhr

Frieda Sichel - Die Herausforderung der Vergangenheit
Jüdische Selbsthilfe in Kassel und Johann
esburg - Buchvorstellung

Buchvorstellung von Cornelia Wenzel (Archiv der deutschen Frauenbewegung) und Wolfgang Matthäus (Kassel-West e. V. und Stolpersteine in Kassel e. V.)
Lesung von Textpassagen: Eva Schulz-Jander (Übersetzung), Musik: Kerstin Röhn

Ort: Kirche im Hof, Hinterhof der Friedrich-Ebert-Straße 102, 34119 Kassel
VeranstalterInnen: Archiv der deutschen Frauenbewegung, Kassel-West e.V. und Stolperstein e.V.

Frieda Sichel beschreibt in ihren Lebenserinnerungen ihre Kindheit in der Kasseler Verlegerfamilie Gotthelft, die Verfolgung im Nationalsozialismus, ihre Flucht und den Neuanfang der Familie in Südafrika. 42 Jahre nach der Publikation in Johannesburg liegt ihr Buch „Challenge of the past“ nun in deutscher Sprache vor.

Frieda Sichel (1889-1976) gehörte zur ersten Generation der Frauen in Deutschland, die Zugang zu höherer Bildung hatten. Nach dem Besuch privater Realgymnasialkurse legte sie das Abitur ab und studierte in München, Berlin, Freiburg und Heidelberg Nationalökonomie und Soziologie. Sie promovierte 1915 mit einer Arbeit über „John Stuart Mills sozialpolitische Wandlungen“. 1918 heiratete sie ihren Cousin Karl Hermann Sichel, 1919 wurde eine Tochter, 1923 ein Sohn geboren. Frieda Sichel engagierte sich in jüdischen Vereinen und in der Kasseler Frauenbewegung. Ab 1933 hatte die Familie unter Repressionen zu leiden und emigrierte 1935 nach Südafrika. Dort konnte Karl Sichel schnell als Architekt wieder Fuß fassen und Frieda Sichel arbeitete erfolgreich als Sozialarbeiterin; Südafrika wurde die neue Heimat, sie kehrten nach 1945 nur noch zu kurzen Besuchen nach Deutschland zurück.

Bibliografische Angaben: Frieda Sichel: Die Herausforderung der Vergangenheit. Jüdische Selbsthilfe in Kassel und Johannesburg. Herausgegeben vom Archiv der deutschen Frauenbewegung und Wolfgang Matthäus. Bearbeitet und kommentiert von Wolfgang Matthäus und Cornelia Wenzel. Aus dem Englischen von Eva Schulz-Jander, 208 S., 20 Abb., Berlin, Hentrich & Hentrich 2017, € 17,90


Montag, den 19. Februar 2018, 19.30 Uhr

Ilse Aichinger: Die größere Hoffnung
Karin Nennemann liest Auszüge aus dem Roman

Ort: Elisabeth-Krankenhaus, Weinbergstr. 7, Refektorium
Eintritt: 6,- Euro
Veranstalterinnen: Evangelisches Forum, Elisabeth-Krankenhaus, Archiv der deutschen Frauenbewegung

Ilse Aichingers 1948 erstmals erschienener Roman über rassisch verfolgte Kinder während der Hitlerzeit irritiert noch immer: In verfremdenden Bildern erzählt er von der Angst, von der Bedrohung und der widerständigen Hoffnung der „Kinder mit den falschen Großeltern“. Nachdem ihre Hoffnung auf Auswanderung zunichte geworden ist, erwächst ihnen eine ganz andere, die „größere Hoffnung“.



Weitere Informationen

Mit der vielfältigen Bildungs- und Kulturarbeit will die Stiftung in der Öffentlichkeit ein stärkeres Bewusstsein für Frauengeschichte wecken und die vielverzweigten Wurzeln heutigen Frauenlebens in der Geschichte sichtbar machen. weiterlesen ...

Veranstaltungen (Auswahl) seit 1984

Lesungen der "Freundinnen" seit 1993

Ansprechpartnerinnen

Dr. Gilla Dölle
Laura Schibbe