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Veranstaltungsreihe zum 8. März

6. Februar bis 30. April 2019 in Kassel

Veranstaltungsreihe zum Internationalen Frauentag 8.März 2019

Den Flyer mit allen Veranstaltungen des Kasseler Frauenbündnis finden Sie hier
Für die Veranstaltungen sind die jeweiligen Einzelveranstalterinnen verantwortlich. Die mit ◆ gekennzeichneten Veranstaltungen sind ausschließlich für Frauen

Kontakt: Eva-K. Hack, Frauenhaus Kassel (0561-898889); Silke Mehrwald, Archiv d. dt. Frauenbewegung (0561-9893670); Martina Spohr, Referat Wirtschaft-Arbeit-Soziales der Ev. Kirche Kurhessen-Waldeck (0561-70 369 48).
Spendenkonto: Förderverein Frauenhaus Kassel; Verwendungszweck: Kasseler Frauenbündnis, IBAN: DE82 5205 0353 0001 1891 40


Werbemarke Frauenstimmrecht

Vortrag von Frauke Geyken, Archiv der deutschen Frauenbewegung:

Auch wir wollen die Wahl haben!
Der lange Weg der deutschen Frauen zum politischen Frauenstimmrecht

Dienstag, 2. April 2019, 16:00 Uhr
St. Annen-Museum, St. Annen Str. 15, Lübeck

Mittwoch, 3. April 2019, 19:00 Uhr
Landesbibliothek Oldenburg, Pferdemarkt 15, Oldenburg


Ausstellungskatalog

Sonntag, 7. April 2019, 17:00 Uhr

Wissen Sie noch, wer ich bin?
Die Kasseler Musikmäzenin Emmy Rubensohn (1884-1961)

Sonderausstellung vom 7. April bis 5. Mai 2019
im Sara Nussbaum Zentrum, Ludwig-Mond-Straße 127, Kassel

Eröffnung mit musikalischer Umrahmung von Musikerinnen und Musikern des Staatsorchesters Kassel
Begrüßung: Susanne Völker, Kulturdezernentin
Einführung: Prof. Dr. Matthias Henke, Kurator, Universität Siegen

Die Ausstellung wird gezeigt in Kooperation mit:
Archiv der deutschen Frauenbewegung, Evangelisches Forum Kassel, Gedenkstätte Breitenau, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Kassel e.V., VHS Region Kassel, Kasseler Kultur Forum e.V.


9. April 2019, 19:00 Uhr

Aufbruch 1919. 100 Jahre Loheland – Arbeits- und Lebensgemeinschaft für eine „neue Generation Weib“?

Vortrag und Diskussion
Referentinnen: Dr. Anja Christinck und Dr. Ira Spieker; beide beschäftigen sich seit 2002 aus agrar-, sozial- und kulturwissenschaftlicher Perspektive mit Loheland

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde in vielen Bereichen ein Neuanfang versucht, so auch in Bezug auf Bildung und alternative Lebensformen. Für die Frauensiedlung Loheland in der Rhön bedeutete das Jahr 1919 sowohl Aufbruch als auch Ankunft, denn eine Schule für Gymnastik bestand bereits. Mit der Etablierung einer Lebens- und Arbeitsgemeinschaft für Frauen an einem selbst gewählten und gestalteten Ort fand "Aufbruch" auf verschiedenen Ebenen statt: Vom Aufbau der Siedlung über die Entwicklung innovativer künstlerischer und sozialer Konzepte bis hin zur inneren Ermächtigung für ein selbstbestimmtes Leben. Von Anfang an waren die Loheland-Gründerinnen der Anthroposophie verbunden. Bezüge bestanden darüber hinaus auch zur Lebensreformbewegung.

Veranstalterinnen: AddF – Archiv der deutschen Frauenbewegung und Frauenhaus Kassel
Ort: Lesesaal des Archivs der deutschen Frauenbewegung, Gottschalkstraße 57, (Hinterhaus), Kassel


Sonntagsführung: 28.04.2019, 15 Uhr

Sechs Frauen – Sechs EhrenGräber. Rundgang über den Hauptfriedhof

Referentinnen: Dagmar Kuhle / Kerstin Wolff
Die Führung findet in Kooperation mit dem Museum für Sepulkralkultur statt.

Von den derzeit über 60 Ehrengräbern der Stadt Kassel wurden nur neun an Frauen vergeben. Ehrengräber von Frauen sind also eine Besonderheit.
Auf einem gemeinsamen Spaziergang besuchen wir die Ehrengräber von Auguste Förster, Julie von Kästner, Elisabeth Knipping, der Fürstin von Hanau, Nora Platiel und von Sophie Henschel auf dem Hauptfriedhof. An den Gräbern erfahren Sie nicht nur Interessantes aus dem Leben der Frauen und ihrem Wirken in der Stadt Kassel, sondern auch über die Bedeutung von Ehrengräbern und deren Erhalt.

Treffpunkt: Hauptfriedhof / Eingang Halitplatz (Mombachstraße), gegenüber Scheidemannhaus – NVV-Haltestelle: Halitplatz
Infos: Teilnahme ohne Anmeldung möglich.
Kosten:
Spenden erwünscht.


Ursula Krechel

Sonntag, den 05.05.2019, 11:30 Uhr

Ursula Krechel liest aus ihrem Roman »Geisterbahn«

Ort: Kleines Bali-Kino, Kulturbahnhof Kassel
Eintritt: 9,-/8,50 €

»Geisterbahn, Geisterbahn, wies sie der Vater zurecht, du weißt nicht, was du redest, Geister haben wir schon genug.«

Ursula Krechel erzählt unter dem metaphorisch zu verstehenden Titel »Geisterbahn« von den schrecklichen, aber auch von alltäglichen Erlebnissen einer Sinti-Schaustellerfamilie und einer kommunistischen Arbeiterfamilie im Nationalsozialismus. In einer Trierer Grundschulklasse in der Nachkriegszeit sitzen deren Kinder neben denen von Opportunisten und Tätern. Am Beispiel der beiden Familien zeigt die Autorin, dass die Vergangenheit weder bewältigt noch vergangen ist.  Sie verknüpft Realität und Fiktion und vermittelt die beklemmende Atmosphäre des Schweigens und Verdrängens und der uneingestandenen Schuld in der frühen Bundesrepublik. In Rückblenden wird die jeweilige Familiengeschichte aufgerollt und durch Quellenmaterial in einen größeren lokalhistorischen Zusammenhang gestellt.


Susanne Fitz

Sonntag, den 26.05.2019, 11.30 Uhr

Susanne Fritz liest aus ihrem Buch
»Wie kommt der Krieg ins Kind?«

Ort: Kleines Bali-Kino, Kulturbahnhof Kassel
Eintritt: 9,-/8,50 €

»Mein linker Zeigefinger neben dem Abdruck ihres linken Zeigefingers auf Tuchfühlung; siebzig Jahre liegen zwischen ihnen. Wo ist meine Mutter, wo ist ihre Seele…?«

In ihrem sehr persönlichen Buch beschreibt Susanne Fritz das Schicksal ihrer Mutter, die 1945 mit 14 Jahren in ein polnisches Arbeitslager verschleppt wurde und erst vier Jahre später wieder freikam. Über die Erlebnisse dort schwieg sie ein Leben lang - und gab das Trauma damit an ihre Tochter weiter. Literarisch, hochreflektiert und mit großem Einfühlungsvermögen erkundet die Autorin die Geschichte ihrer Mutter, ihrer Familie und die eigene Psyche vor dem Hintergrund von Krieg, Flucht, Vertreibung und der wechselvollen deutsch-polnischen Geschichte. Ein wichtiges und berührendes Buch, das aufzeigt, wie tief sich Verletzungen der Eltern- und Großelterngeneration in die Körper und Seelen der Nachkommen einschreiben können.


Ansprechpartnerin

Dr. Gilla Dölle