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Dossiers zur Geschichte der Frauenbewegung

Wir präsentieren hier Dossiers zu Personen, Organisationen und Themen aus der Geschichte der Frauenbewegung in Deutschland. Die Auswahl ist nicht repräsentativ, sondern orientiert sich an den Dokumenten, die Sie in unserem Archiv- und Bibliotheksbestand finden. Da wir ständig neue Nachlässe und Vereinsakten, Zeitschriften, Bücher und Fotos bekommen, werden auch immer wieder neue Dossiers erscheinen. Wenn Sie sich intensiver mit einem Thema beschäftigen und sich auf Quellensuche begeben wollen, bietet sich eine Recherche in unserem Katalog an.

 

Personen

Minna Cauer (1841-1922)
"Ich weiß, daß ich Sozialistin und Politikerin bin, - ein Weltmeer trennt mich von den Frauenrechtlerinnen."

Irmgard von Meibom (1916-2001)
"Politisches Handeln beginnt im Alltag eines jeden Menschen."

Paula Müller-Otfried (1865-1946)
"Je höher die kulturelle Entwicklung eines Volkes gestiegen ist, desto höher ist auch die Stellung der Frau. Darum brauchen wir eine Frauenbewegung."

Louise Otto-Peters (1819-1895)
"Das weibliche Stimmrecht stand damals noch nicht auf der Tagesordnung – nicht einmal in Amerika – aber mit den Erfahrungen von damals muß ich lachen, wenn jetzt behauptet wird, die Frauen würden doch nur stimmen, wie es ihre Gatten und Freunde haben wollten!"

Eleonore Romberg (1923-2004)
"Vor allem in meiner Generation war ein ganz starkes Gefühl: Wir fangen neu an, neue Dinge erleben, denken, fragen, lesen, Musik hören. Es war wie ein Aufbruch. Und das, glaube ich, ist auch bestimmend für meinen Weg gewesen (…)."

Elisabeth Selbert (1896-1986)
"Ich bin Jurist und unpathetisch und ich bin Frau und Mutter und zu frauenrechtlerischen Dingen gar nicht geeignet. Ich spreche aus dem Empfinden einer Sozialistin heraus, die nach jahrzehntelangem Kampf um diese Gleichberechtigung nun das Ziel erreicht hat."

Gabriele Strecker (1904-1983)
"Die Generalformel hieß: Die Frauen sollen angeregt werden, selbständig zu denken, damit sie als verantwortliche Staatsbürgerinnen und reife Menschen den Aufgaben gewachsen sein würden, welche Familie, Beruf, Staat und Gesellschaft in den immer unübersichtlicher werdenden Verhältnissen der Zeit ihnen stellen."

 

Organisationen

Deutscher Evangelischer Frauenbund (seit 1899)
"Die Grundsätze aber, die der Deutsch-Evangelische Frauenbund nie aus den Augen zu verlieren und nachdrücklich zu vertreten hat, sind: 1. ein klares, unmissverständliches Bekenntnis seiner Mitglieder zu Gott und dem Heiland Jesus Christus (...), und 2. ein entschiedenes Eintreten für die Lösung der Frauenfrage, ein konsequentes Handeln im Sinne der Frauenbewegung."

Deutscher Frauenrat (seit 1951)
"Wir sind die Lobby der Frauen."

Deutscher Frauenring (seit 1946)
"Wir Frauen aller Nationen schließen uns in der Überzeugung, dass das Wohl der Menschheit nur durch eine größere Einmütigkeit in Gedanken, Gefühlen und Bestrebungen gefördert werden kann (...) hiermit zum Bund von Frauen aller Rassen, Nationen, Glaubensbekenntnisse und Klassen zusammen (...)."

W.O.M.A.N. - Weltorganisation der Mütter Aller Nationen (1948-2010)
"Für die Frauen der ganzen Welt ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, zu den Staatsmännern der Welt zu sprechen, die das Schicksal der Völker in Händen haben."

 

Themen

Frauenbewegung in Deutschland (1800-heute)

Gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung entstand 2008 ein Dossier "Frauenbewegung in Deutschland", das von der Stiftung betreut wurde.

Zur Geschichte des Frauenwahlrechts in Deutschland (seit 1918)
"… ist eine Fiktion doch immer aufrecht erhalten worden, die nämlich, daß die Männer zugleich die Interessen der Frauen wahren." Helene Lange, 1899

siehe auch das gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung entstandene Dossier "Frauenwahlrecht", das von der Stiftung betreut wurde.

Internationaler Frauentag (seit 1911)
"Im Einvernehmen mit den klassenbewussten politischen und gewerkschaftlichen Organisationen des Proletariats in ihrem Lande veranstalten die sozialistischen Frauen aller Länder jedes Jahr einen Frauentag ..."

Prostitution
„Es gibt nur eine Moral!“ – Die bürgerliche Frauenbewegung und ihre Debatten um Prostitution (1880 bis1933), Dossier auf den Seiten des Digitalen Deutschen Frauenarchivs.

 

 

Ansprechpartnerinnen

Bei direkten Fragen zu den Nachlässen von Personen und Organisationen wenden Sie sich bitte an Barbara Günther  oder Silke Mehrwald (Sammlungen)

Dank an

Die Stiftung bedankt sich für die Mitarbeit und große Hilfe bei der Erstellung der Dossiers bei: Helke Dreier, Barbara Günther, Susanne Hertrampf, Alexandra Hiller, Sabine Hoffkamp, Pia Kühltrunk, Silke Mehrwald, Tanja Roth, Laura Schibbe, Eva Wagner, Cornelia Wenzel, Angela Wickert, Kerstin Wolff

Information

Trotz gewissenhafter Suche können nicht immer alle Rechteinhabende der verwendeten Abbildungen ermittelt werden. Berechtigte Ansprüche mögen bitte der Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung mitgeteilt werden.

Förderung

Einige der Dossiers konnten im Rahmen des Projektes Gleichstellungsbestrebungen von Frauen nach 1945 – Sicherung und Aufarbeitung der Frauen(bewegungs)geschichte in Deutschland erstellt werden. Dieses Projekt wurde gefördert vom