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Dokumente zur Frauenbewegung und Frauengeschichte in Deutschland - unsere Bestände

Die Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung sammelt Dokumente zu Frauenbewegungen und Frauengeschichte aus der Zeit von 1800 bis zum Ende der 1960er Jahre, in bestimmten Bereichen (Frauenverbände und Kasseler Frauengruppen) auch bis in die Gegenwart. Ein besonderes Interesse gilt allen Phasen und Erscheinungsformen der organisierten Frauenbewegungen. Neben den Originalquellen wird auch die Rezeptionsgeschichte bis heute dokumentiert.

Die archivarischen und bibliothekarischen Bestände der Stiftung sind für vielfältige Fragestellungen nutzbar. Thematische Zugänge könnten sein: Kampf um das Frauenwahlrecht, Frauenerwerbstätigkeit, Sittlichkeit und Prostitution, Frauenbildung und Frauenstudium, Gleichberechtigung usw. Biografische Zugänge: Anita Augspurg, Gertrud Bäumer, Ruth Gleisberg, Helene Lange, Malwida von Meysenbug, Anna Pappritz, Louise Otto-Peters, Eleonore Romberg, Elisabeth Selbert, Gabriele Strecker, Marie Stritt, Margrit Twellmann, Agnes von Zahn-Harnack, u.a.

Auch von und über Frauenorganisationen finden Sie Materialen. So zum Beispiel von der Arbeitsgemeinschaft Frankfurter Frauenverbände, dem Deutsch-Evangelischen-Frauenbund, dem Deutschen Verband Frau und Kultur, der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF) oder der Gymnastikschule "Schwarzerden".

Möglich sind auch Arbeiten zu Themen aus den Bereichen: Bildung / Körper / Emotionen / Alltagskulturen / Sexualitäten / Arbeit / Presse / Kolonialismus / Mentalitäten / Recht usw. Neben diesen Zugängen können Sie in unseren Beständen auch kulturwissenschaftlich, soziologisch, politik- oder literaturwissenschaftlich interessante Materialien finden. Wenn Sie historisch arbeiten und einen geschlechtergeschichtlichen Fokus haben, lohnt sich also eine Recherche in unserer Datenbank. Wenn Sie Fragen zu unseren Beständen haben, helfen wir Ihnen gerne weiter.

2008 wurde das Archiv der deutschen Frauenbewegung mit dem Hessischen Archivpreis ausgezeichnet. In der Begründung der Jury hieß es: "Das Archiv der deutschen Frauenbewegung ist ein Paradigma für eine aus kleinsten ehrenamtlichen Anfängen erwachsene Archivinstitution mit professionellem Niveau."

Des Weiteren wurde der Archivbestand der Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung als wertvolles Kulturgut bewertet und ist seit April 2011 in das "Verzeichnis national wertvoller Archive" von Kulturgutschutz Deutschland aufgenommen.

Öffnungszeiten

Di.-Do. 11 bis 17 Uhr
und nach Vereinbarung

Nutzungsbedingungen

Benutzungsordnung
Nutzungsgebühren für Kopien, Rechercheaufträge, etc.
Fotoarchiv Gebühren und Bedingungen

Ansprechpartnerinnen

Silke Mehrwald
Barbara Günther