Stiftung Archiv der deutschen FrauenbewegungHome

Archiv, Bibliothek und Forschungszentrum zur Geschichte der deutschen Frauenbewegung ─ Willkommen!

Die Stiftung sammelt, forscht und publiziert zur Geschichte von Frauen und Frauenbewegungen von 1800 bis in die 1960er Jahre. Die Verbreitung des Wissens über die Frauenbewegung und ihre Protagonistinnen in der Öffentlichkeit durch Vorträge, Lesungen, Konzerte und Ausstellungen ist uns ein großes Anliegen.


Portrait Louise Otto-Peters © AddF

Dienstag, 26. März 2019

200. Geburtstag von Louise Otto-Peters

Louise Otto (1819-1895, verheiratete Otto-Peters) gilt als eine der wichtigsten Protagonistinnen der Revolution von 1848, Initiatorin der organisierten Frauenbewegung in Deutschland und als kreative Schriftstellerin. Auf ihre Initiative geht die erste deutsche Frauenkonferenz 1865 in Leipzig und die Gründung des Allgemeinen Deutschen Frauenverein zurück.

Die Louise Otto-Peters-Gesellschaft in Leipzig lädt zu mehreren Veranstaltungen ein.

Dossiers zu Louise Otto-Peters finden sich im Archiv der deutschen Frauenbewegung und im Digitalen Deutschen Frauenarchiv. Auch FemBio bietet einiges zur Biografie.


Titelcover Jahrbuch des BDF 1919

Vor 125 Jahren:
Am 28. März 1894 wurde in Berlin der

Bund Deutscher Frauenvereine(BDF)

gegründet. Darin schlossen sich die Vereine der bürgerlichen Frauenbewegung zusammen. Politische Vereine im Sinne des Preußischen Vereinsrechts blieben ausgeschlossen, um kein Verbot zu riskieren. Das provozierte Clara Zetkins These von der "reinlichen Scheidung" der bürgerlichen und der sozialistischen Frauenbewegung. Der BDF löste sich 1933 selbst auf und verweigerte sich damit der nationalsozialistischen Gleichschaltung. Ein ausführliches Dossier zum BDF bietet des Digitale Deutsche Frauenarchiv an. Der Deutsche Frauenrat sieht sich in der Nachfolge des Bundes Deutscher Frauenvereine.


Das Archiv der deutschen Frauenbewegung unterstützt den Aufruf es Deutschen Frauenrats

#mehrfrauenindieparlamente

Am 19. Januar 1919 konnten Frauen in Deutschland zum ersten Mal wählen und gewählt werden.Heute, 100 Jahre später, müssen wir feststellen, dass die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern in unserer Gesellschaft trotz vieler Fortschritte immer noch nicht erreicht ist –auch nicht in Politik und Parlamenten. In fast allen Parlamenten ist der Frauenanteil bei den letzten Wahlen zurückgegangen. Im Deutschen Bundestag sind seit der letzten Wahl mit 30,9 Prozent so wenig Frauen vertreten wie zuletzt 1998.
Das wollen wir nicht länger hinnehmen –wir streiten gemeinsam für Parität in den Parlamenten.

Aufruf lesen und unterschreiben


Call for articles

Ariadne 76: (Inter)nationale Frauenkongresse –
Zusammenarbeit, Abgrenzung und öffentliche Wahrnehmung

Die nächste Ausgabe der Ariadne – Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte, möchte sich diesen spezifischen Orten (inter)nationaler Zusammenarbeit zuwenden. Im Zentrum sollten Kongresse der (inter)nationalen Frauenbewegungen des 19. und 20. Jahrhunderts stehen; es ist allerdings auch möglich, Kongresse anderer sozialer Bewegungen zu untersuchen, wenn sich diese mit einem Thema der Frauenbewegung beschäftigten. Artikel, die sich den Erfahrungen von Frauen auf gemischtgeschlechtlichen Kongressen zuwenden, sind ebenfalls möglich. Mehr dazu als pdf


Veranstaltungsreihe 8. März

6. Februar bis 30. April 2019 in Kassel

Veranstaltungsreihe zum Internationalen Frauentag 8. März 2019

Den Flyer mit allen Veranstaltungen des Kasseler Frauenbündnis finden Sie hier als pdf und als Word-Dokument. Für die Veranstaltungen sind die jeweiligen Einzelveranstalterinnen verantwortlich. Die mit * gekennzeichneten Veranstaltungen sind ausschließlich für Frauen.

Kontakt: Eva-K. Hack, Frauenhaus Kassel (0561-898889); Silke Mehrwald, Archiv d. dt. Frauenbewegung (0561-9893670); Martina Spohr, Referat Wirtschaft-Arbeit-Soziales der Ev. Kirche Kurhessen-Waldeck (0561-70 369 48).
Spendenkonto: Förderverein Frauenhaus Kassel; Verwendungszweck: Kasseler Frauenbündnis, IBAN: DE82 5205 0353 0001 1891 40


Archivplakat von 1984 © AddF

Freitag, 8. März 2019

Das AddF - Archiv der deutschen Frauenbewegung wird 35 !

Am 8. März 1984 öffnete das Archiv der deutschen Frauenbewegung erstmals seine Pforten – damals noch am Rande der Stadt, in einem kleinen, alten Haus, das sehr hübsch war, aber schnell zu eng wurde. Heute, zwei Umzüge und 35 Jahre später, sind wir im Zentrum nahe der Universität gelandet, in einem größeren Haus und unterhalten zusätzlich zwei Außenmagazine.

Aus den zarten Anfängen ist das Label AddF – Archiv der deutschen Frauenbewegung geworden, ein großes Forschungs- und Dokumentationszentrum zur Geschichte der Frauenbewegungen in Deutschland, aktiv und fest vernetzt in der Forschungs- und (Frauen/Lesben-)Archivelandschaft.

Allen, die uns mit ideeller, finanzieller und politischer Unterstützung auf diesem Weg begleitet haben, sagen wir an diesem Jubiläumstag ein herzliches Dankeschön!


Preisverleihung, 3. von links: Dr. Kerstin Wolff © AddF

15. März 2019

Argula-von-Grumbach-Preis für Dr. Kerstin Wolff

Für ihren Beitrag "Die Geschichte des Frauenwahlrechts in Deutschland neu erzählen! Oder: Wie sich der Bund deutscher Frauenvereine auch von seinen eigenen protestantischen Schwestern nicht vom (Wahl)Weg abbringen ließ" wurde Dr. Kerstin Wolff, Leiterin der Forschungsabteilung des Archivs der deutschen Frauenbewegung, im Kloster Heidenheim der 2. Preis des Argula-von-Grumbach-Wettbewerbs verliehen. Wir freuen uns mit und gratulieren ganz herzlich! Der Argula-von-Grumbach-Preis ist der Gleichstellungsförderpreis der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und wird seit 1998 vergeben. 2018/19 stand er unter dem Motto "Sitz und Stimme in (Kirchen)Parlamenten - Frauen wählen und werden gewählt."

 


Titelfoto der Zeitschrift Frau und Frieden, 13. Jg.,1964, Nr. 6; Bestand AddF, Kassel / Rechte vorbehalten.

Neues Dossier online:
Westdeutsche Frauenfriedensbewegung (WFFB)

Am 14. Oktober 1951 kamen etwa 1.000 Frauen im nordrhein-westfälischen Velbert zum „Kongress der Frauen und Mütter für den Frieden“ zusammen. Obwohl im Ursprung als Treffen christlicher Frauen geplant, nahmen an diesem Kongress auch Kommunistinnen, Pazifistinnen und Sozialistinnen teil, die sich ebenfalls für den Frieden engagieren wollten, die Westdeutsche Frauenfriedensbewegung, für die Namen wir Klara-Marie Fassbinder oder Elly Steinmann stehen, entstand. Über alle weltanschaulichen Unterschiede hinweg einte diese Frauen ihre grundsätzliche Ablehnung der Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland: „Damals wollten wir mithelfen, die Aufrüstung zu verhindern. Es erschien uns unfaßbar, daß man nur sechs Jahre nach Beendigung des furchtbaren 2. Weltkrieges wieder eine deutsche Armee schaffen wollte. Wir hielten die Wiederaufrüstung für ein nationales Unglück." Das Dossier zur WFFB mit Bildern und Digitalisaten finden Sie hier. Es entstand im Rahmen des Projektes Gestern virtuos, morgen virtuell. Erschließung und Digitalisierung von historischen Dokumenten der deutschen Frauenbewegung.


Dossiers zur Geschichte der Frauenbewegung

Informieren Sie sich zu Personen, Organisationen und Themen aus der Frauenbewegungsgeschichte und erhalten Sie besondere Hinweise auf die Bestände im AddF. Zum 100. Jubiläum werden z.B. Materialien zum Frauenwahlrecht angeboten.

Katalog

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Gottschalkstraße 57
D - 34127 Kassel
Tel.: +49 (0)561-989 36 70
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E-Mail: info@addf-kassel.de
Di.-Do. 11-17 Uhr u.n.V.
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Anfahrt Straßenbahn

Jahresbericht

Die Einblicke 2018/19 erscheinen Anfang des Jahres 2020.

Einblicke 2017. Almanach des Archivs der deutschen Frauenbewegung

Internetpräsentation mit Tipps zur Durchführung von Zeitzeuginneninterviews
DaSinD-online Datenbank Schriftstellerinnen in Deutschland, Österreich, Schweiz 1945-2008
Digitales Deutsches Frauenarchiv